Ernährung eines Welpen

Ernährung eines Welpen

Die Entscheidung für einen Welpen bringt eine große Verantwortung mit sich. Der Hund wird als treuer Freund seinen Besitzer und dessen Familie hoffentlich eine lange Zeit begleiten. Erfahrene Hundehalter wissen, dass die Ernährung und Erfahrungen der ersten Monate einen Welpen nachhaltig prägen. Sie legen den Grundstein für seine weitere Entwicklung.

 

Die richtige Ernährung vom ersten Tag an

In den ersten Wochen seines Lebens benötigt ein Welpe grundsätzlich nur die Milch seiner Mutter. Ist dies nicht gegeben, weil die Hündin nicht ausreichend Nahrung produziert, sollte zugefüttert werden. Jedoch darf es keine Kuhmilch sein, sondern dem Welpen sollte spezielle Welpenmilch gereicht werden. Ab der vierten Lebenswoche darf man ihm feste Nahrung zum Probieren geben. In spätestens der achten, manchmal auch schon früher, stellt die Hündin das Säugen ein.

 

Von nun an nehmen Welpen nur noch feste Nahrung zu sich. Für den Organismus des kleinen Hundes stellt die Umstellung von der Muttermilch zur festen Nahrung eine große Leistung dar. Daher ist es von Beginn an wichtig, den Kleinen mit hochwertigem Welpenfutter zu füttern. Dieses unterstützt die Umstellung und beugt Verdauungsstörungen vor. Welpenfutter ist zudem aus dem Grund wichtig, da junge Hunde andere Ansprüche an die Nahrung haben als ausgewachsene Hunde.

 

Hinzu kommt der hohe Energiebedarf des Welpen. Die Neugier und der Spieltrieb von kleinen Hunden scheinen unendlich. Tatsächlich sind die kleinen Racker viel aktiver als erwachsene Hunde. Auch aus diesem Grund sollte dem Welpen entsprechendes Welpenfutter gereicht werden. Sie benötigen mehr Kalorien sowie Proteine und Mineralstoffe, da ihr Bedarf höher ist. Zudem spielt bei großen Hunderassen das Verhältnis zwischen Kalzium und Phosphor eine bedeutende Rolle. Das passende Verhältnis sorgt für einen gesunden, aber nicht zu schnellen Knochenaufbau. Ernährungsfehler in den ersten Monaten des Welpen können lebenslange Folgen haben. Daher ist darauf zu achten, dem Kleinen passende Welpennahrung zu füttern.

 

Die Fragen aller Fragen: Trockenfutter oder Nassfutter?

Es gibt Themen, da scheiden sich die Geister. Bei der Tiernahrung ist es das Thema oder die Frage „Trockenfutter oder Nassfutter?“, welche bis heute nicht eindeutig geklärt werden konnte. Welche Fütterungsform ist nun die bessere? Bei beiden Formen kann nicht wirklich davon gesprochen werden, dass die eine besser ist als die andere. Von Bedeutung ist die Deklaration des Hundefutters als Alleinfutter. Dadurch sollte gewährleistet sein, dass der Welpe alles bekommt, was er benötigt – Mineralstoffe, Nährstoffe und Vitamine. Gegenüber Nassfutter hat das Trockenfutter einige Vorteile. Trockenfutter muss intensiver gekaut werden, was das Zahnfleisch stärken soll. Da es nicht so schnell verdirbt wie Nassfutter, kann Trockenfutter länger im Napf bleiben.

 

Zudem lassen sich Reste des Trockenfutters einfacher aus dem Napf entfernen. Selbst nach dem Öffnen der Trockenfutterpackung bleibt das Futter vergleichsweise lange haltbar. Die Umwelt freut sich ebenfalls, denn es wandern nicht täglich leere Dosen in den Müll. Von dem energiereicheren Trockenfutter benötigt der Hundebesitzer weniger. Dadurch ist Trockenfutter vergleichsweise günstig. Bei der Fütterung mit Trockenfutter ist eine ausreichende Versorgung mit Wasser sicherzustellen. Dem Hund sollte daher immer frisches Wasser zur Verfügung stehen. Eventuell macht es Sinn, dem Welpen mehrere Trinkgelegenheiten in der Wohnung aufzustellen, um ihn zum Trinken zu animieren.

 

Neues Zuhause bedeutet Stress für Körper und Verdauung

Kommt ein Welpe in das neue Zuhause und zu seinem neuen Besitzer, dann bedeutet die neue Umgebung für den Kleinen zunächst einmal Stress. Die Trennung von der Mutter sowie den Geschwistern und dann auch noch von der vertrauten Umgebung ist für einen Welpen, körperlich und psychisch gesehen, eine Belastung. Bekanntermaßen ist Stress ursächlich für Infektionen und Verdauungsstörungen. Diese können verhindert werden, indem der Welpe das gewohnte Futter erhält, welches er von seinem vorherigen Zuhause kennt. Zudem sollte die Dosis anfangs weniger groß ausfallen, als diejenige, die er gewohnt ist. Der Verdauungsapparat wird dadurch in der Eingewöhnungsphase entlastet.

 

Hundebesitzer sollten die ersten zwei bis drei Tage den Welpen beobachten. Treten kein Durchfall, Erbrechen oder Blähungen auf, kann die Futtermenge moderat erhöht werden. Bei Durchfall und dem damit einhergehenden Flüssigkeitsverlust ist es allerdings unumgänglich, den Tierarzt aufzusuchen.

 

Regelmäßige Fütterungszeiten beeinflussen den Verdauungsapparat positiv. Zudem lernt der Welpe, dass er sich auf den Hundebesitzer verlassen kann und überdies wird mit festen Fütterungszeiten dem Betteln ebenfalls vorgebeugt. Nach einer gewissen Zeit, etwa 20 bis 30 Minuten, sollte der Napf entfernt werden. Auf diese Weise lernt der Welpe, seine Ration innerhalb dieses Zeitfensters zu fressen. Dies ist wichtig, da gerade im Sommer das Futter im Napf leicht verdirbt. Außerdem wird dem Besitzer schneller auffallen, falls der Hund einmal appetitlos ist und nicht alles auffrisst.

 

Was und wie viel soll gefüttert werden?

Die Menge des Futters hängt unter anderem auch von der Rasse und dem zu erwartenden Endgewicht ab. Auch die Bewegung des Hundes ist bestimmend für die Futtermenge. Am Ende ist aber auch jeder Hund ein Individuum. Daher gibt es auch bei jedem Hund eher gute und eher schlechte Futterverwerter. Hundebesitzer sollten von Anfang an darauf achten, den Hund nicht „zu gut“ zu füttern. Bedenkt man, dass es bei großen Hunderassen durch eine zu hohe Energiezufuhr in der Wachstumsphase zu Skelettschäden kommen kann, sollte man die Futtermenge von Beginn an überdenken. Zu viel Futter beschleunigt das Wachstum, allerdings nicht der Knochen, sondern der Muskeln. Für einen gesunden Knochenbau zudem wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Phosphor.

 

Weniger ist mehr, und viel hilft nicht viel!

Das im Handel erhältliche Futter enthält in der Regel alles, was der Welpe für ein gutes Wachstum benötigt. Prinzipiell kann sich der Hundebesitzer nach der folgenden Aussage gut richten: Je größer der Hund wird, desto langsamer sollte er wachsen. Ein Beispiel ist der Mini, der ausgewachsen gute fünf Kilo auf die Waage bringt, und zwar nach einem knappen Jahr. Einer Hunderasse, die später einmal großgewachsen sein soll, sollte man zum Wachsen zwei Jahre Zeit geben, um das Endgewicht zu erreichen.

 

Der Welpe entwickelt mit der Zeit seine Selbständigkeit, die sich auch beim Fressen zeigt. Der Hundebesitzer ist dafür verantwortlich, dass er nicht nur groß wird, sondern auch gesund ist und bleibt. Und das sieht man einem Hund auch an. Glänzendes Fell zeichnen einen gesunden Hund aus. Ist er rank und schlank, ohne mager zu wirken, sind dies ebenfalls Anzeichen dafür, dass er gesund ist. Ein gesunder Hund hat immer viel Freude an Bewegung, ist stets neugierig und spielt und tollt für sein Leben gern.