Hundefutter bei Magen- und Darmproblemen

Vielen Hundebesitzern ist es sicherlich nicht fremd, dass auch ihr geliebter Vierbeiner an Magen- und Darmproblemen leiden kann. Oft wird nach Lösungen gesucht, um den Hund von seinen Leiden zu erlösen. Die Suche nach einer Lösung beginnt meist mit einem anderen Futter oder dem Versuch einer mehr abwechslungsreichen Kost.

 

Dazu sollten Hundebesitzer wissen, dass das Verdauungssystem von Hunden eigentlich nicht auf eine abwechslungsreiche Ernährung ausgelegt ist. Viele Hunderassen vertragen keine Abwechselung auf dem Speiseplan. Sie reagieren mit Verdauungsbeschwerden wie Durchfall und Erbrechen. Ein empfindlicher Magen beziehungsweise Darm ist der Grund. Von bestimmten Nahrungsmitteln sollte der Hund grundsätzlich nichts bekommen. Hierzu zählt vor allem die beim Menschen sehr beliebte Schokolade. Diese ist für den Hund absolut tabu, denn sie ist aufgrund des enthaltenen Theobromins giftig für den Hund.

 

Leider ist es bei vielen Hundebesitzern alltägliche Gewohnheit, ihren Hund vom Tisch zu füttern. Hier ein Stück Brot, da ein paar Nudeln, Joghurt oder auch Fleisch. Das sollten sie lieber lassen, denn Hundeliebe geht in diesem Fall nicht durch den Magen. Nicht alles, was der Mensch isst, ist auch gut für den Hund. Einem empfindlichen Hundemagen wird das nämlich schnell zu viel und er reagiert mit Blähungen, Durchfall, Erbrechen. Gerade Milchprodukte verträgt ein Hundemagen sehr schlecht. Wie beim Menschen auch verursachen laktosehaltige Produkte Verdauungsirritationen.

 

Stellt der Halter nun Probleme bei seinem Hund fest, versucht dieser häufig, mit diversen Futtersorten zu experimentieren. Das ist zwar gut gemeint, jedoch kann sich dadurch das eigentliche Problem sogar noch verschlimmern. Prinzipiell benötigt die Verdauung beim Hund etwa zwei Wochen, um sich auf neues Futter einzustellen.

 

Die Empfindlichkeit analysieren

 

Wer die Ursache für die Empfindlichkeit des Hundes wissen möchte, muss auf verschiedene Symptome achten. Da wären einmal die Bauchschmerzen, die der Hund bekommt, wenn er etwas Falsches gefressen hat. Sind die Schmerzen derart heftig, dass sich der Hund krümmt, muss sofort der Tierarzt aufgesucht werden. Leider wird immer häufiger von Giftködern in den Medien berichtet. Bei starken Bauchschmerzen könnten sie der Grund sein. Sehr schmerzhaft sind ebenfalls Krankheiten wie eine Magenschleimhautentzündung. Auch hier kann nur der Tierarzt helfen.

 

Neben Bauchschmerzen ist Erbrechen ein Symptom, auf das geachtet werden muss. Für das Erbrechen sind teilweise vielfältige Gründe ursächlich, wie Parasiten, Magen-Darm-Entzündungen, Bauchspeicheldrüsenentzündungen oder auch Infektionserkrankungen. Erbricht ein Hund Galle, kann es sein, dass die Fütterungsabstände zu groß sind. Um hier Abhilfe zu schaffen, genügt es, die Tagesration auf mehrere, kleinere Portionen über den Tag zu verteilen. Dabei muss auf feste Fütterungszeiten geachtet werden.

 

Erbricht sich der Hund häufig, ist der Gang zum Tierarzt zu empfehlen und anschließend auf ein magenschonendes Futter umzustellen. Bekanntermaßen treten bei einigen Hunderassen eher Blähungen auf. Hierzu gehören alle Bullrassen. Da sie eher dazu neigen, wird von vornherein zu einem hochwertigen Sensitiv-Futter geraten. Es wird dringend empfohlen, nichts zu füttern, was die Verdauung irritieren könnte.

 

Durchfall oder breiiger Kot? Oftmals kann ein Hundebesitzer den Unterschied nicht wirklich erkennen. Handelt es sich beispielsweise um breiigen Kot, kann die Ursache ein schlecht verdauliches Hundefutter sein. Hier hilft bereits eine Umstellung auf ein Sensitiv-Futter. Ursächlich für breiigen Kot kann ebenfalls sein, dass der Hund nervös ist. Hunde, die grundsätzlich eher nervös sind, haben häufiger Probleme mit dem Magen beziehungsweise Darm. Bei Durchfall mit wässriger Konsistenz heißt es, den Hund zu beoachten. Ist er munter? Dann hilft oftmals ein Nahrungsentzug über 24 Stunden. Bei länger anhaltendem Durchfall ist der Tierarzt der richtige Ansprechpartner. Dieser kann schnell untersuchen, ob eventuell Darmkrankheiten vorliegen.

 

Hautprobleme können ebenfalls ein Indiz für eine unausgewogene Ernährung sein. Eine gesunde und passende Ernährung spiegelt sich beim Hund in glänzendem Fell und einer gesunden Haut. Während der Wintermonate und der damit einhergehenden trockenen Heizungsluft können beim Hund trockene Haut und stumpfes Fell die Folge sein. Auch während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst kommt dies häufig vor. Ein Dauerzustand sollten trockene Haut und stumpfes Fell natürlich nicht sein. Was beim Hund ebenfalls vorkommt sind offene und blutige Stellen auf der Haut. Es handelt sich um die sogenannten Hotspots, die plötzlich auftreten, mit starkem Juckreiz verbunden und nur auf einer Stelle vorzufinden sind. Diese Hotspots können auf eine Unverträglichkeit oder Allergie beim Hund hinweisen. Hochwertiges Hundefutter oder spezielles hypoallergenes Futter kann hier Abhilfe schaffen.

 

Typisch für eine Allergie oder Unverträglichkeit von Futter sind Entzündungen an den äußeren Gehörgängen, die sich im Innern des Ohrs und dort im äußeren Bereich durch eine Rötung zeigen. Probleme können selbstverständlich auch andere Ursachen wie beispielsweise Milben haben. Ist jedoch eine Futtermittelunverträglichkeit die Ursache für die Ohrenentzündung, muss festgestellt werden, auf welchen Inhaltsstoff der Hund reagiert. Der Tierarzt ist hier ebenfalls wieder der richtige Ansprechpartner.

 

Was der Halter füttern kann

 

Eine Schonkost für Hunde wird im Allgemeinen durch den Tierarzt ausgesprochen, der im Vorfeld eine Verdauungsirritation diagnostiziert hat. Bei der Schonkost ist es wichtig, dass das Hundefutter sehr gut, also hochverdaulich ist, und darüber hinaus dem Hund auch gut schmeckt. Leidet ein Hund unter Magen- und Darmproblemen, dann geht es ihm auch nicht gut und der Appetit lässt ebenfalls nach. Ein wenig schmackhaftes Futter würde er dann wohl gar nicht anrühren.

 

Es gibt heutzutage viele Sorten Hundefutter für den empfindlichen Hundemagen und -darm. Der Halter sollte lediglich darauf achten, dass das Hundefutter mit hochwertigen, leicht verdaulichen Zutaten hergestellt wurde. Wichtig ist jedoch bei sensiblen Hunden, dass sie nichts zusätzlich gefüttert bekommen. Bereits nach kurzer Zeit gehören dann Verdauungsprobleme der Vergangenheit an. Halter meiden beim Speiseplan des Hundes möglichst folgendes: Kaustangen, Knochen, Frischfleisch, Hüttenkäse, Quark, Joghurt, Essen vom Tisch und sämtliche Knabbereien.

 

Ganz nebenbei erwähnt, sind große Hunderassen tatsächlich sensibler, als ihre kleinen Artgenossen. Wie kommt das? Der Verdauungstrakt großer Rassen ist im Verhältnis zum Körpergewicht proportional kleiner, was sich auf die Sensibilität auswirkt. Durch die Fütterung von Hundefutter bei Magen- und Darmproblemen beispielsweise von Schecker müssten nach einer Umstellungszeit und einer Fütterungsdauer von etwa zwei Wochen die Probleme vergessen sein.