Wenn dein Hund beißt, ist das der Alptraum für dich. Du liebst deinen Vierbeiner so sehr und plötzlich zeigt sich dein verspieltes „Kuschelmonster“ als gefährlich und unberechenbar. Du bist geschockt. Was kannst du jetzt tun? Unser erster Tipp: Ruhig bleiben! Dein Hund ist deswegen kein aggressiver Beißer. Es hilft, sich die Beiß-Situation genau anzuschauen, um zu verstehen, was passiert ist. Daraus kannst du wichtige Erkenntnisse ziehen, um einen Biss in Zukunft zu vermeiden. Schließlich ist ganz klar: Dein Hund darf weder Menschen noch Artgenossen beißen!
Hund beißt zu – ein Alptraum mit welchen Folgen?
Dein Hund hat zugebissen. Was ist zuerst zu tun? Welche rechtlichen und versicherungstechnischen Folgen hat der Hundebiss? Bei einem Beißvorfall gelten zwei Sofort-Regeln: Der gebissene Hund oder Mensch muss sofort versorgt werden. Zweitens muss zeitgleich der beißende Hund weggebracht werden. Die Kosten für die ärztliche Behandlung der Bisswunde übernimmt deine Hundehaftpflichtversicherung, außer dein Hund hat dich gebissen. Ebenso übernimmt die Hundehaftpflichtversicherung die Zahlung von Schmerzensgeld oder Schadensersatz. Allerdings muss klar sein, dass du vor dem Biss deiner Sorgfaltspflicht nachgekommen bist und dein Hund z.B. angeleint war, wenn vor Ort Leinenpflicht herrschte.
Nicht erschrecken: Wird ein Mensch von einem Hund gebissen, muss der Beißvorfall gemeldet werden. Daraufhin schickt dir das Ordnungsamt einen Anhörungsbogen. Vielleicht musst du deinen Hund dort auch für einen Wesenstest vorstellen. Das regelt übrigens jedes Bundesland etwas anders.
Warum beißen Welpen – Beißhemmung trainieren
Welpen beißen Geschwister, erwachsene Hunde, zerbeißen Spielzeuge und beißen auch ihre Menschen. Ihr Maul und die Zähne spielen beim Erkunden der Welt eine große Rolle. Dieses erste Beißen ist spielerisch, allerdings sorgen die kleinen scharfen Milchzähnchen dafür, dass Menschenhaut schnell verletzt wird. Nicht nur aus diesem Grund solltest du das Beißen in Hände, Arme oder Beine nicht dulden. Unterstütze deinen Junghund dabei, eine Beißhemmung zu entwickelt. Wie kannst du das tun?
Grundsätzlich brauchen Welpen viele Möglichkeiten zum Kauen, denn das hilft ihnen beim Zahnwechsel. Wenn es allerdings ums Beißen geht, dann reagiere wie ein anderer Hund: unterbreche sofort euer Spiel, quietsche laut auf und ziehe langsam beispielsweise deine Hand weg. Das Beißen wird zum Misserfolg für den Welpen. Er lernt, dass er mit seinem Menschen ohne Einsatz der Zähne spielen muss.
Schau hin: Hab ein Auge auf deinen Welpen, wenn er mit anderen Hunden spielt. Sobald das andere Tier auf die spielerische Beißerei mit Quietschen oder ängstlichem Wegducken reagiert, sollte dein Welpe intuitiv mit dem Beißen aufhören. Tut er das nicht, greife ein!
Hund beißt Hund – muss ein Maulkorb her?
Dein Hund hat einen anderen Hund gebissen – auf dem Hundeplatz, beim Spaziergang, im Haus bei Freuden oder durch den Gartenzaun. Ein einzelner Biss bedeutet nicht, dass dein Hund gefährlich ist und es wieder tun wird. Doch jeder Hund bleibt ein Stückweit ein unberechenbares Tier. Zudem haben Hunde das Gebiss und den starken Kiefer eines Rohfleischfressers. Sie können mit einem Biss schlimme Verletzungen verursachen. Darum nimm jeden Vorfall ernst. Überlege genau: Was ist vor dem Biss passiert – wie hat dein Hund sich verhalten, was hat das andere Tier gemacht? Gab es ein knurrendes Drohen, eine angespannte Atmosphäre, kam der Biss wie aus dem Nichts? Sprich darüber mit einem Hundetrainer. Zusammen findet ihr heraus, ob dein Liebling aus Angst oder Unsicherheit heraus das andere Tier gebissen hat. Und ihr könnt entscheiden, ob für bestimmte Situationen zukünftig ein Maulkorb sinnvoll ist.
Maulkorb ist okay: Der Maulkorb ist kein Unding, sondern ein Helfer. Er schützt die anderen Hunde, er ermöglicht, dass auch ein Beißer Sozialkontakte zu Artgenossen haben kann und er lässt dich bei Hundebegegnungen ruhiger bleiben. Übe mit deinem Hund, den Maulkorb zunächst nur kurz anzulegen. Belohne das Tragen des Maulkorbes mit kleinen, weichen Leckerlis. Kraule deinen Hund, wenn er Zuhause den Maulkorb trägt. So gewöhnt sich dein Liebling leichter daran.
Hund beißt Mensch – Hilfe, was mache ich jetzt?
Hat dein Hund einen Menschen gebissen, ist die Aufregung bei allen Beteiligten groß. Mit Recht, denn ein Hund darf andere nicht verletzten, auch ein Wachhund nicht! So gilt es nach der ärztlichen Versorgung des Verletzten und nach Erledigung von Versicherungsfragen, dich intensiv mit deinem Hund zu beschäftigen. Was hat er genau getan? Hol dir unbedingt den Rat von einem Hundetrainer! Er bringt dir auch bei, die Körpersprache deines Hundes besser zu lesen. Damit erkennst du kritische Situationen und kannst frühzeitig eingreifen, bevor es zu einem Biss kommen kann.
Wichtig zu verstehen: Das Beißen steht für Hunde am Ende einer Verhaltenskette, in der sie den anderen vorwarnen. Schließlich ist der Biss für Hunde eigentlich das letzte Mittel, denn grundsätzlich wollen sie über Körpersprache ihre Konflikte gewaltfrei lösen. Zum Beispiel warnt ein Hund durch Körperspannung, Hochstellen der Rute, Einfrieren der Bewegungen oder Knurren vor einem Biss. Meist versucht er, sich der Situation zu entziehen, um eine Eskalation zu vermeiden. Genau an dem Punkt kann man als Zweibeiner gut unterstützen und somit Bisse vermeiden.
Impfungen bei Hunden sind sinnvoll, da durch flächendeckende Impf-Aktivitäten schwere Erkrankungen und vor allem auch Todesfälle bei unseren Lieblingen verhindert werden können. Eine Impfung schützt dabei nicht nur deinen Vierbeiner, sondern auch alle seine Artgenossen.
In den letzten Jahren gab es Diskussionen zur Häufigkeit und zu Nebenwirkungen von Impfungen bei Hunden. Nachdem lange jährliche Nachimpfungen üblich waren, sind inzwischen die Empfehlungen für die Abstände von Impfungen verändert. Weitgehend Einigkeit herrscht beim Thema Grundimmunisierung von Welpen. Hier erfährst du mehr dazu:
Impfungen Hund – welche Impfungen braucht dein Welpe?
Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) gibt klare Empfehlungen für den Impfplan deines Welpen. Zur Grundimmunisierung sollten die Kleinen in der achten Lebenswoche zum ersten Mal geimpft werden. Dabei bildet sich ein erster Schutz gegen die tödlichen Krankheiten Parvovirose, Hepatitis, Staupe und Leptospirose.
Ein vollständiger Impfschutz entsteht durch die Wiederholungen dieser Impfungen in der zwölften und 15. Lebenswoche. Beim zweiten Impftermin wird meistens auch gegen Tollwut geimpft.
Für diesen 4-fachen Schutz braucht es keine vier Spritzen. Die Ärzte nutzen dafür oft Kombi-Präparate.
Tipp: Achte darauf, dass die Impfungen beim Tierarzt für deinen kleinen Kerl oder dein kleines Hundemädchen in Ruhe ablaufen. Es ist wichtig, dass dein Welpe die Erfahrungen in der Praxis als möglichst positiv erlebt. Nimm dir dafür also viel Zeit. Meistens haben die Tierärzte Leckerlis parat und erledigen die Impfungen „wie nebenbei“, so dass dein Junghund sich gar nicht erst aufregt.
Impfungen Hund – diese zusätzlichen Impfungen gibt es:
Im Laufe des Lebens ermöglichen kombinierte Impfungen bei Hunden bis zu sechsfachen Schutz. Eine dieser Impfungen nennt sich SHPPi + LT nach den Anfangsbuchstaben der Erkrankungen. Dabei wirken SHIPPi gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose und Parainfluenza („Zwingerhusten“) plus Leptospirose und Tollwut. Weitere Impfungen für Hunde gibt es z.B. gegen Borreliose, Babesiose und Leishmaniose.
Tipp: Apropos Tollwut – den Nachweis einer frischen Tollwutimpfung brauchst du, wenn du mit deinem Hund ins Ausland verreisten willst. Diese Impfung wird, wie alle anderen Impfnachweise auch, im EU-Heimtierausweis vermerkt. Achte darauf, dass die Eintragung beim Arzttermin nicht vergessen wird!
Impfungen beim Hund – wie oft wiederholen?
Grundsätzlich wird geraten, deinen Liebling einmal im Jahr für einen Gesundheits-Check bei deinem Tierarzt vorzustellen. Nicht immer ist dann auch eine Impfung notwendig. Die Impfhäufigkeit hängt zum einen von deinen Reiseplänen ab und zum anderen von dem Produkt, das dein Tierarzt nutzt. Die meisten Impfungen werden heute im 3-Jahres-Rhythmus verabreicht.
Steht ein Impftermin an, ist es sinnvoll zwei Wochen vorher eine Wurmkur zu verabreichen. Damit kannst du die optimale Wirkung der Impfung sicherstellen. Beim Impftermin sollte dein Hund gesund und munter sein. Lass nach der Impfung den Tag ohne Stress oder körperliche Belastungen für deinen Liebling ausklingen.
Tipp: Statt der regelmäßigen Nachimpfung, kannst du bei deinem Hund den „Titer“ per Blutuntersuchung bestimmen lassen. Der Impftiter zeigt, ob im Blut deines Hundes genügend Antikörper gegen die Krankheiten vorhanden sind. Somit weißt du genauer, ob und wann eine Nachimpfung wirklich erforderlich ist.
Impfungen beim Hund – rechne mit diesen Kosten:
Die Grundimmunisierung deines Welpen wird dich wegen der zwei Wiederholungstermine ingesamt um die 200 Euro kosten. Später belaufen sich die Kosten für eine Nachimpfung bei Tollwut auf ca. 30 Euro und bei den großen Kombi-Impfungen auf ca. 60-70 Euro. Dazu kommen etwa 10 Euro Kosten für die Verabreichung durch den Tierarzt, eventuell ergänzt um die Kosten für einen Gesundheits-Check. Eine Wurmkur vorab kostet zwischen 5 und 15 Euro.
Tipp: In Deutschland bist du nicht verpflichtet, deinen Liebling zu impfen. Die Entscheidung liegt bei dir. Allerdings verlangen viele andere Länder bestimmte Impfungen, bevor du mit deinem Hund einreisen darfst. Erkundige dich rechtzeitig vor der Fahrt ins Ausland!
Impfungen beim Hund – Nebenwirkungen und Nachwirkungen
Erkranken Hunde einige Tage nach einer Impfung, muss das nicht unbedingt mit der Impfung zusammenhängen. Möglich ist es natürlich, da jedes Medikament Nebenwirkungen auslösen kann. Das heißt, in absoluten Ausnahmefällen sind schon Hunde an Impfnebenwirkungen gestorben oder hatten bleibende Schäden. Das ist jedoch sehr, sehr selten.
Als typische Nachwirkungen wirst du vielleicht feststellen, dass dein Hund müder ist als sonst. Es kann sein, dass sich an der Einstichstelle ein kleiner Knubbel bildet oder der Hund dort etwas berührungsempfindlich ist. Das kennst du selbst, wenn du dich gegen die Grippe oder andere Krankheiten impfen lässt. Diese Nachwirkungen, zu denen ebenfalls leichtes Fieber oder Durchfall gehören können, verschwinden nach einigen Tagen.
Tipp: Wenn du dir wegen der Impfung deines Hundes unsicher bist, mach dir klar, welche Aufgabe Impfungen haben. Sie wollen den Körper für den Fall einer Ansteckung perfekt vorbereiten. Denn in einer Impfung steckt der Krankheitserreger in abgeschwächter Form. Trotzdem erkennt das Immunsystem eine Gefahr und entwickelt Abwehrmechanismen, die im akuten Ansteckungsfall das Leben deines Tieres retten.
Es ist wichtig, sich klar zu machen, dass eine Impfung aktive Gesundheitsvorsorge für deinen Liebling ist. Und jede Erkrankung ist gefährlicher (und deutlich teurer) als die regelmäßige Impfdosis. Unser Rat: Informiere dich an kompetenter Stelle und sprich bei Bedenken mit dem Tierarzt deines Vertrauens – er führt täglich Impfungen durch und verfügt über viel Erfahrung und Hintergrundwissen!
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