Auslandsreisen

Auslandsreisen mit Hund – Eine Checkliste

Wenn der Hund mit auf Reisen geht, gibt es einiges an Vorbereitungen zu treffen. Von Vorteil ist eine Checkliste, damit auch wirklich nichts vergessen wird. Vorab sind Informationen über die jeweiligen Einreisebestimmungen des gewählten Urlaubslands wichtig, damit es keine bösen Überraschungen bei der Einreise mit dem Hund gibt. Vergessen werden dürfen dabei nicht diejenigen Länder, durch die durchgefahren oder ein Zwischenstopp eingelegt wird, bevor das eigentliche Urlaubsziel erreicht ist.

 

Grundsätzlich aber sind Auslandsreisen hinsichtlich Belastung für den Hund immer zu hinterfragen. Schließlich dauern solche Reisen mehrere Stunden und nicht jeder Hund steckt die Reisestrapazen so einfach weg. Darüber hinaus ist nicht jede Art von Urlaub für den Hund optimal. Ein Badeurlaub am Meer mit Hotelaufenthalt und stundenlangem Schmoren in der Sonne ist für den Vierbeiner absolut nicht geeignet. In solchen Fällen tut man ihm keinen Gefallen und lässt ihn besser zu Hause. Ein Hund hält es auch gut einmal bei Verwandten oder Freunden für einige Tage aus. Zudem gibt es die Möglichkeit der Unterbringung in einer guten Hundepension, von denen es mittlerweile viele in Deutschland gibt. Bei der Urlaubsplanung sollten daher unbedingt auch die Bedürfnisse des Hunds eingeschlossen werden.

 

Den klassischen Strandurlaub mag der Hund nicht, darüber hinaus sind lange Autofahrten nicht gerade das, was der Vierbeiner als einen guten Start in den Urlaub ansieht. Daher ist den Hundebesitzern zu empfehlen, allzu weite Reisen zu vermeiden, wie beispielsweise eine Auslandreise mit dem Auto nach Griechenland. Wenn es dann doch eine weitere Fahrt sein soll, ist für ausreichend Pausen mit kleinen Spaziergängen zu sorgen. Darüber hinaus muss frisches Wasser verfügbar sein. Kein Fressen am Tag der Reise ist ebenfalls von Bedeutung. Falls Hundebesitzer entscheiden, dem Hund ein Beruhigungsmittel für die Reise zu geben, dann ist dieses Vorhaben unbedingt mit dem Tierarzt abzuklären. Der Hund darf niemals allein im Auto gelassen werden. Scheint die Sonne, dann werden die Temperaturen von Stunde zu Stunde unerträglicher für den Vierbeiner.

 

Nun weiter zur Checkliste, die bestenfalls mehrere Wochen vor dem Urlaub angelegt werden sollte, damit bis zum eigentlichen Abreisetag noch das eine oder andere Zubehör, wie die Hundetransportbox, getestet werden können.

 

Vor der Reise zu erledigen:

  • Wie schon erwähnt, ist es wichtig, sich mit den Einreisebestimmungen von allen Ländern vertraut zu machen, die man durchquert, einen kurzen Stopp einlegt und letztlich auch vom Urlaubszielland.
  • Werden Medikamente für den Hund benötigt, sind diese in ausreichender Anzahl beim Tierarzt zu besorgen und die Reisepläne mit ihm durchzusprechen.
  • Hund vor Ort anmelden, zum Beispiel im Hotel oder auf dem Campingplatz.
  • Bei einer längeren Anreise besser eine Zwischenübernachtung einplanen. Darüber freut sich nicht nur der Hund, sondern sicherlich auch der Fahrer.
  • Eventuell auf Tipps anderer Hundebesitzer eingehen, die bereits Auslandsreisen mit dem Hund unternommen haben. Auch gibt es besonders hundefreundliche Unterkünfte. Solche Tipps und Empfehlungen findet man häufig auch im Internet.
  • Für unterwegs an einige Leckerlis denken, die den Hund besänftigen. Außerdem tut ihm ein Lob zwischendurch ganz gut, weil längere Autofahrten für ihn unbequem sein können.

 

Ins Gepäck gehören:

  • EU-Heimtierausweis, Grenzpapiere, Einreisebestimmungen
  • Unterlagen zur Haftpflichtversicherung
  • Hundetransportbox
  • Maulkorb, Leine
  • Fress- und Wassernapf
  • Frisches Trinkwasser
  • Plastikbeutel sowie Schaufel
  • Hundefutter (von sensiblen Hunden wird eventuell das Futter im Ausland nicht vertragen)
  • Bürste, Kamm, Körbchen, Decke, Spielzeug

 

Für den Notfall gerüstet

Es kann immer passieren, dass sich der Hund verletzt. Mit einem Erste-Hilfe-Set, das es bei Schecker gibt, muss man im Notfall nicht anfangen, nach geeignetem Verbandszeug zu suchen. Ein Erste-Hilfe-Set beinhaltet alles, was man im Notfall braucht. Das Set beinhaltet Wundkompresse, Verbandspäckchen, Fixierbinde, Latexhandschuhe, Floh- und Läusekamm, Pinzette und vieles mehr. Mit diesem Erste-Hilfe-Set von Schecker ist dem Vierbeiner schnell geholfen.

 

Darüber hinaus gehört in die Reiseapotheke ein Mittel gegen Reisekrankheit, eventuell Antibiotika, Mittel gegen Durchfall und auch Desinfektionsmittel. Weitere Tipps zu den Dingen, die in die Reiseapotheke gehören, wenn der Hund mit auf Reisen geht, kann der Tierarzt geben.

 

Der EU-Heimtierausweis

Seit dem 1. Oktober 2004 benötigt der Hund für Reisen in EU-Länder den EU-Heimtierausweis. Erhältlich ist dieser Ausweis bei dazu ermächtigten Tierärzten. Ohne eine gültige Tollwut-Impfung und Kennzeichnung des Hundes, darf dieser nicht in ein anderes EU-Land einreisen. EU-weit gab es mittlerweile Neuregelungen. Mit dem Jahreswechsel 2015 ist in dem Ausweis diejenige Seite, die der Beschreibung des Tieres dient, mit einer Folie zu laminieren. Die Laminierung soll vor späteren Änderungen schützen. Insbesondere soll damit verhindert werden, dass Einträge zur Transponderkennzeichnung später geändert werden. Diese Transponderkennzeichnung ist nach wie vor zwingend vorgeschrieben. Der Ausweis verfügt mittlerweile auch über eine neue Seite, auf der der ausstellende Tierarzt eingetragen wird.

 

Die bis zu diesem Zeitpunkt ausgestellten EU-Heimtierausweise behalten ihre Gültigkeit, das heißt, sie müssen nicht ersetzt werden. Nur bei Neuausstellungen wird das neue Dokument verwandt.

 

Hundehaftpflicht – ja oder nein?

Eigentlich sollte die Frage nach der Hundehaftpflicht zu einem „ja“ tendieren. Denn zum einen ist die Haftpflicht nicht teuer und zum anderen schützt sie vor finanziellen Forderungen, falls der Hund einen Schaden verursacht. Auf diversen Vergleichsportalen im Internet kann man sich hierzu passende Tarife anzeigen lassen. Wichtig ist, dass die Versicherung Mietsachschäden beinhaltet. Dies ist von Bedeutung, wenn der Hund mit auf eine Auslandreise geht. Schnell ist ein Schaden beispielsweise an der Tür der Ferienwohnung entstanden, weil der Verbeiner daran Kratzspuren hinterlassen hat. Sicher ist sicher, denn ein Hundebesitzer kann niemals davon ausgehen, dass sich sein Vierbeiner in einer fremden Wohnung verhält wie er es zu Hause tut.

 

Werden alle diese vorgenannten Punkte und Tipps größtenteils beachtet, dann klappt es auch mit den Ferien mit Hund in Europa.