Warum Hunde den Intimbereich beschnuppern?

News für dufte Typen In der Fachliteratur heißt es „Wittern“, wenn Hunde in intimen Körperregionen des anderen schnüffeln. Das kann zwischen den Beinen sein oder unter der Rute. Dieses Vorgehen ist normales Sozialverhalten.

 

Um den fremden Artgenossen besser kennenzulernen, informieren sich Max, Rocky und Leika mit Hilfe von Anal- und Genitalgerüchen über den Status des anderen. Rüden prüfen dabei gleich mit, ob die Hündin gerade läufig wird. Ähnliche Informationen werden beim intensiven Beschnüffeln von Urin oder an mit Urin markierten Stellen aufgenommen.

Der Hund ist ein absoluter Spezialist für Gerüche. Dazu verfügt seine Nase über bis zu 220 Millionen Riechzellen. Der Mensch hat nur um die 5 Millionen Zellen dieser Art. Im Gehirn des Hundes ist das Areal zu Duftverarbeitung 10-mal so groß wie bei uns.

Zur intensiven Duft-Erkennung nutzt der Hund ein besonderes Körperteil: das Jacobson-Organ. Es sitzt im Gaumen und führt dazu, dass er Gerüche schmecken und durch Lecken aufnehmen können. So verwundert es nicht, dass der Hund beim Kennenlernen großen Wert darauf legt als erstes herauszufinden, was für ein dufter Typ da vor ihm steht.

Warum legt der Hund den Kopf so schräg?

Körpersprache bei Hunden - das Schieflegen des Kopfes

Unwiderstehlich goldig –

wenn Hunde den Kopf schief legen

 

Ja, wir alle (Sie auch!) schmelzen dahin, wenn der Lieblingsvierbeiner uns mit schief gelegtem Kopf anschaut. Warum hat der Hund dieses Verhalten in seinem Repertoire? Um uns happy zu machen?

 

 

 

Die Forschung weiß, in der sozialen Kommunikation von Hunden spielt die Körpersprache, inklusive Mimik, eine große Rolle. Damit ist klar, der Hund setzt das Kopf-Schieflegen bewusst ein. Trotzdem gibt es für dieses Verhalten mehrere Erklärungen.

 

Zum einen verweisen Forscher darauf, dass der Hund durch seine lange Schnauze ein eingeschränktes Sichtfeld hat. Das wird größer, wenn er mit einem Kopfdrehen die Schnauze optisch aus dem Weg nimmt.

 

Eine zweite Theorie besagt, Hunde versuchen mit dem Schieflegen des Kopfes, ihre empathischen Fähigkeiten uns Menschen gegenüber zu verbessern. Sie wollen uns wirklich verstehen.

 

Eine weitere Erklärung zielt auf das Gehör ab. Wer gerne Hunde fotografiert, weiß, dass Hunde bei leisen Quietschgeräuschen häufig den Kopf schief legen – vielleicht um hören zu können, von wo und von wem genau dieses Geräusch kommt. Aus welchem Grund auch immer, es ist und bleibt ein goldiger Anblick, wenn der Hund so vor uns sitzt. Das darf er gerne öfter machen!

Warum Hunde an der Leine ziehen?

Leine unter HochspannungDie Leine erfüllt zwei Aufgaben gleichzeitig: Sie gibt dem Menschen Kontrolle über den Bewegungsradius des Hundes und schützt den Hund davor, beispielsweise im Straßenverkehr in gefährliche Situationen zu geraten. Was man poetisch als „Band zwischen Zwei- und Vierbeiner“ verstehen kann, wird oft zum Zerrseil um Richtung und Tempo bei Spaziergängen.

 

Mancher Hund hängt vom ersten Schritt an „in der Leine“. Als Mensch wundert man sich, dass der Druck am Hals nicht so unangenehm ist, dass der Hund das Ziehen von sich aus einstellt. Was bringt es ihm schließlich? Es bringt ihm Erfolg.

 

Hunde lernen durch Ausprobieren. Hat ein Verhalten eine für sie positive Folge, dann wiederholen sie es. Das kennen wir alle von den bettelnden Hundenasen am Tisch. Fällt beim Essen etwas für den Hund ab, wird sein Betteln immer hartnäckiger.

 

Das heißt für den Spaziergang: Kommt der Hund durch sein Ziehen genau zu dem Punkt, zu dem er will, bleibt er dabei. Darum ist das einfachste Mittel gegen das stete Leine-Ziehen: der Misserfolg. Nur wenn der Mensch konsequent das Weitergehen verweigert, wird der Hund sein Verhalten ändern.

 

Also, wer verfolgt hartnäckiger sein Ziel? Meistens unsere Vierbeiner, oder?

Ich füttere dich – von der Hand ins Maul

Futter aus der HandTrocken- oder Dosenfutter gehören in den Napf, damit der Hund in Ruhe und ungestört fressen kann. Schließlich sind Mahlzeiten ein Höhepunkt in fast jedem Hundealltag. Doch es kann sinnvoll sein, das Fressen nicht einfach hinzustellen, sondern seinen Hund aus der Hand zu füttern.

 

 

 

Diese Fütterungsart macht dann Sinn, wenn das Band zwischen Mensch und Tier enger werden soll. So verknüpft der Hund mit seinem Besitzer etwas absolut Positives. Unterstützt werden kann das Aufbauen oder Stärken der Bildung beispielsweise durch Kontaktliegen. Man legt sich dafür auf den Boden und lockt den Hund neben sich. Dabei muss nicht notwendigerweise gekrault oder gekuschelt werden, Hauptsache Mensch und Hund liegen für eine Weile Körper an Körper.

 

Die Hand-Fütterung wird oft für Trainingszwecke eingesetzt. Statt der Mahlzeit aus dem Napf und der zusätzlichen Leckerli-Belohnung beim Üben, wird das Hauptfutter in kleinen Portionen aus der Hand gegeben zur positiven Bestärkung – ob beim Rückruf-Training, bei der Gewöhnung an Außenreize oder bei Konzentrationsübungen wie Tricks. Der Hund arbeitet dann für sein Fressen oder für einen Teil seiner Mahlzeit. Das kann bei herausfordernden Lernsituationen die perfekte XL-Motivation sein.

Warum schwitzen Hunde nicht?

Wenn Hunde schwitzenHecheln bei Hitze –

So schwitzt Ihr Hund!

 

Hunde, die bellen, beißen nicht. Und Hunde, die schwitzen – schwitzen (fast) nicht. Es ist tatsächlich Fakt, dass Hunde über fast keine Schwitz-Möglichkeiten verfügen, schon gar nicht über die Haut. Lediglich an den Ballen sitzen Schweißdrüsen. Das sieht man gut im Sommer, wenn Hunde bei jedem Schritt auf dunklen Fliesen feuchte Pfotenabdrücke hinterlassen.

 

Doch die Entwicklung von Schweiß hat die unverzichtbare biologische Funktion, den Körper vor Überhitzung zu schützen. Was tut nun der Hundekörper, um bei hochsommerlichen Temperaturen oder nach körperlicher Anstrengung einen Hitzeausgleich zu schaffen? Er streckt die Zunge heraus und hechelt!

 

Was dabei genau passiert: Die Atemfrequenz steigt bis auf das Zehnfache des Normalen, um über die Oberfläche der Zunge so schnell wie möglich Wärme abzugeben. Das Blut, das durch die heraushängende Zunge fließt, kühlt sich an der frischen Luft ab und trägt die Kühle weiter durch den ganzen Körper.

 

Beim Hecheln verdunstet viel Feuchtigkeit. Darum ist es wichtig, einem Hund immer einen Napf mit frischem Wasser zur Verfügung zu stellen, ob Zuhause, auf dem Hundeplatz, bei längeren Fahrten im Auto oder zwischendurch bei sommerlichen Spaziergängen. Dafür gibt es leichte, faltbare und praktische Näpfe und Wasserflaschen zum Mitnehmen.

Alltagstraining: An der Leine locker, los!

Leinenfuehrigkeit bei HundenDie meisten Vierbeiner haben einen starken Vorwärtsdrang. Wie können Sie mit Ihrem Hund üben, dass die Leine locker bleibt? Zuerst freunden Sie sich selbst mit der Leine an. Klingt komisch? Oder kennen Sie das Gefühl, den Hund eigentlich lieber frei laufen lassen zu wollen?

 

 

 

 

Dann machen Sie sich klar, die Leine schützt Ihren Hund vor gefährlichen Situationen z.B. im Straßenverkehr. Als nächstes sorgen Sie für Freude beim Hund, wenn er die Leine sieht. Leinen Sie ihn mit einem fröhlichen Signalwort plus kleiner Leckerli-Gabe an. Sorgen Sie dafür, dass auf dem Spaziergang an der Leine der Spaß nicht aufhört und nehmen einen Ball am Seil zum angeleinten Spielen mit.

 

Der klassische Rat beim Leinentraining lautet: Stehenbleiben sobald der Hund zieht. Erst wenn der Vierbeiner ein paar Schritte zurück geht, laufen Sie mit ihm weiter. Schneller geht es per Clicker. Damit belohnen Sie den Moment, wenn der Hund perfekt locker an der Leine läuft. Wie Sie es mit Ihrem Hund vielleicht noch anders machen können, verraten Ihnen spezielle Ratgeber wie „Lockere Leine“.

 

Leinentraining ist gerade bei jungen Hunden abhängig von der Tagesform und dem Grad der Ablenkung. Bleiben Sie dran!

Hundenahrung mit Insektenprotein

Hundenahrung mit Insektenprotein als alleinige tierische Proteinquelle

4 gute Gründe – für dieses neue, ungewöhnliche, kleine aber feine Sortiment:

 

 

Hundenahrung mit Insektenprotein

Wertigkeit und Nährwert

Insektenprotein ist besonders hochwertig und nahrhaft, weit leichter verdaulich als Fleisch und Fisch. Allergien oder Sensitivitäten gegen Hermetia Protein sind nicht bekannt. Insekten haben im Vergleich zudem ein gesünderes Fettsäurespektrum und sind reich an wertvollen essentiellen Fettsäuren.

 

 

Nachhaltigkeit und Schonung der natürlichen Resourcen

Insekten gelten als Nahrungsmittel der Zukunft, Sie benltigen zum Wachstum weit weniger Futter und schonen so die natürlichen Resourcen. Dabei erzeugen Sie weit weniger CO2 und andere Treibhausgase. Hermetia Larven enthalten bereits 10 – 15 Tage nach dem Schlüpfen alle Nährstoffe, Vitamine und Mineralien und können verarbeitet werden. Produktionsabfälle sind ein hervorragender, natürlicher Dünger.

 

Tierwohl

Der Hund ist primär (fakultativ) ein Karnivorer. Das bedeutet sein Körper benötigt tierische Proteine. Für Hundefutter mit Insektenmehl als alleinige tierische Proteinquelle müssen jedoch keine Tiere wie Rinder, Geflügel, Lämmer, … sterben. Futter mit tierischem Protein (Insektenprotein) ist im Vergleich zu handelsüblichen veganen oder vegetarischen Hundefutter somit absolut natürlich und artgerecht.

 

Umwelt und Gesundheit

Insekten werden bei richtiger Temperatur und Fütterung nicht krank und benötigen keine Antibiotika oder andere Arzneien die sich im Fleisch wieder finden können.

Warum getreidefreies Futter?

Alle Hunde müssen täglich eine individuelle abgestimmte Menge an Nährstoffen  aufnehmen, damit sie bei optimaler Gesundheit bleiben.

 

In den verschiedenen Lebensabschnitten eines Hundes kann der Bedarf an Energie und bestimmten Nährstoffen beträchtlich schwanken.

 

Erhöhter Bedarf besteht während der Wachstums- oder Fortpflanzungsphase, sowie bei Arbeitseinsätzen (Blindenhunde, Rettungshunde usw.)

 

Der Bedarf reduziert sich bei ausgewachsenen und älter werdenden Hunden.

 

Darum haben wir getreidefreies Futter für den Junior, für den adulten (erwachsenen) Hund und für den Senior in unserer gut sortierten Futterpalette.

 

Getreidefreies Futter für junge Hunde

DOGREFORM Vollwert Junior getreidefrei  enthält alle Nährstoffe,  die ein junger Hund während der Wachstumsphase für eine gesunde, kräftige Entwicklung benötigt.

 

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Getreidefreies Futter für erwachsene HundeMit DOGREFORM Vollwert Adult getreidefrei bleibt der erwachsene Hund gesund und fit. Besondere Kräuter und Öle im Futter unterstützen sein Immunsystem.

 

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Getreidefreies Futter für SeniorenDOGREFORM Vollwert Senior / Light getreidefrei passt sich nicht nur dem verringerten Stoffwechsel des älteren, weniger aktiven Hundes an, sondern sorgt auch durch einen niedrigeren Kalorien- und Fettgehalt für eine Gewichtsreduzierung.

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Getreidefrei deshalb, weil:

 

  • immer mehr Hunde allergisch auf Getreide im Futter reagieren, sei es nun über die Haut oder über den Verdauungstrakt.
  • Das tierische Protein leichter verdaut werden kann, als das pflanzliche Eiweiß.
  • Der pflanzliche Rohproteingehalt relativ gering, und somit für heranwachsende Hunde nicht optimal ist.
  • Der Aminosäurebedarf heranwachsender Hunde mit hochwertigen Eiweißquellen tierischer Herkunft sicher abgedeckt ist.

Warum bellt mein Hund?

HundebellenEine kleine Bell-Übersetzung.

Es klingelt und der Hund bellt aufgeregt und lange. Damit warnt er alle anderen vor Eindringlingen im Revier. Dieses Warnen ist eine der Grundaufgaben, für die Hunde gezüchtet wurden – als Wachhunde. Anders als bei Wölfen, die wenig bellen, wurde also das Lautgeben bei Hunden vom Menschen bewusst verstärkt.

 

Der Lieblingsball rollt unter den Schrank. Ihr Hund stellt sich vor Sie und bellt Sie an. Eine deutliche Aufforderung. Passen Sie auf, wer wen erzieht. Kommen Sie nicht jeder Bell-Aufforderung Ihres Hundes nach.

 

Zwei Hunde begegnen sich und es ist Feindschaft auf den ersten Blick. Dann wird das Bellen aggressiv-bedrohlich, wie die ganze Körperhaltung des Hundes. Hier hält das Bellen als Drohung den anderen ganz klar auf Abstand.

 

Hat ein Hund-Trennungsangst, neigt er zum Dauerkläffen, oft von Heulen begleitet. Das Heulen ist ein Rudelverhalten, mit dem Wolfsfamilien Zusammenhalt zelebrieren.

 

Es ist wichtig, beim „Übersetzen“ des Bellens das ganze Tier zu beobachten. So kann das Bellen beim Anblick eines anderen Hundes auch für freudige Erregung und Spielvorfreude stehen.

Hunde & Gefühle Teil 2 – Gerechtigkeit

Hunde & Gefühle - Gerechtigkeit„Das versteht dein Hund doch gar nicht“, ist ein Satz, der oft fällt, wenn Besitzer viel mit ihren Tieren plaudern. Aber, oh Wunder, Hunde verstehen mehr als gedacht. Als absolute Kenner ihrer Menschen haben sie Sätze wie: „Jetzt sei so lieb, Max, leg dich bitte da hinten brav in dein Körbchen und schlaf!“ durch den Klang der Stimme, durch wiederkehrende Situationen und die menschliche Gestik längst mit einem bestimmten Verhalten verknüpft. Also geht Max ins Körbchen und legt sich hin. Unsere Lieblingstiere verfügen eben über eine sehr differenzierte Wahrnehmung des menschlichen Gegenübers und durchaus über ein reiches Gefühlsleben.

 

Ein Beispiel: die Ungerechtigkeit

 

Zum Glück wird inzwischen über Hunde und Gefühle viel geforscht. Ein Projekt der Veterinärmedizinischen Universität Wien zeigt beispielsweise: Hunde merken, wenn sie ungerecht behandelt werden. Das heißt, bekamen sie als Belohnung mehrfach ein weniger schmackhaftes Leckerli als der andere Hund, verweigerten sie die Zusammenarbeit. Spannend ist, dass Wölfe das gleiche Verhalten an den Tag legen.

 

Zudem haben Christine Harris und Caroline Prouvost 2014 für eine Studie zu hündischer Eifersucht das Verhalten von 36 Rüden und Hündinnen untersucht. Dabei schenkten die Menschen im Beisein ihrer Hunde einer Hundeattrappe (einem Kürbiskopf) intensive Aufmerksamkeit, während sie ihre Tiere ignorierten. Das Ergebnis war eindeutig: Eifersüchtiges Verhalten wie Beißen oder Drohen, Anstupsen des Tierhalters oder das Wegschieben des „Rivalen“ erfolgten in 70 bis 80 Prozent der Fälle.

 

Eifersucht und der Sinn für Ungerechtigkeit könnten aus den ersten Lebenswochen des Wolfes oder Hundes stammen. Die eifersüchtigen Verhaltensweisen wecken die Aufmerksamkeit des Muttertieres und das eifersüchtige Jungtier wird besser versorgt. Eifersucht könnte auch Teil der Fortpflanzungsstrategie sein, um Rivalen von einem Sexualpartner fern zu halten.

 

So oder so, Hunde erkennen Ungerechtigkeit und empfinden Eifersucht. Mit diesem Wissen im Kopf, können wir alle für weniger Hund-Mensch-Missverständnisse sorgen. Gerade bei Eifersucht kann man aktiv in seiner Erziehung gegensteuern, z.B. bevor ein Baby kommt. Schafft man das nicht alleine, trainiert man mit einem Experten. Denn: Eifersucht oder auch das Verteidigen von Familienmitgliedern ist nicht „niedlich“. Statt eifersüchtige Beißangriffe zu riskieren, kann man durch Erziehung und auch durch bewusst gerechtes Tun unerwünschtes Verhalten vermeiden.

 

Gerechtigkeit: „Mensch, das ist unfair!“

von Christiane Blenski

„Keiner da? Ich flipp aus!“

Hunde allein zu HausKaputter Fußboden, zerbissene Box, zerkratzte Haustür – ein junger Hund brachte eine Freundin von mir in echte Schwierigkeiten.

 

Die Hündin, 9 Monate jung, hatte sich während des Sommers unproblematisch im 2-Personen-Haushalt gezeigt. Luna fügte sich in die hundeerfahrene Mutter-Tochter-Familie gut ein. Es gab für den Aussie-Mix viel zu lernen, was ruhig und konsequent mit ihr trainiert wurde.

 

Als die Ferien zu Ende gingen, startete nicht nur die Schule, sondern auch eine neue  Teilzeitarbeit. Nur zwei Stunden nachdem meine Freundin das Haus verlassen hatte, kam allerdings schon ihre Tochter zurück ? und fand einen vollkommen aufgelösten Hund vor. Luna hatte verzweifelt versucht, sich durch Haustür und Fußboden zu beißen.

 

Was sich vorher nie gezeigt hatte: Luna konnte nicht alleine bleiben. Und jetzt?

 

Ein gezieltes Training musste beginnen. Und ich kann das Ende vorwegnehmen: Es war ein Erfolg! Den Weg möchte ich kurz beschreiben, als Mutmacher für alle, die mit ihrem Hund ähnliche Problem haben. Was hat meine Freundin getan?

 

 1 Sofortmaßnahme Hundesitter: Luna blieb nicht mehr alleine, weil sie bei zwei Versuchen (beim zweiten biss und kämpfte sich Luna durch eine Transportbox!) deutlich gezeigt hatte, dass sie das nicht ertragen konnte. Für die Überschneidungen von Arbeitszeit und Schule fand sich im Bekanntenkreis ein Hundesitter.

 

2 Sofortmaßnahme Gitterbox: Luna bekam eine neue Box, eine Gitterbox an einem festen Platz, damit das Boxentraining neu aufgebaut werden konnte. Das gelang sehr schnell. Die Box war nicht das Problem.

 

1 Trainingsmaßnahme Zimmertrennung: Mit Luna wurde geübt, zeitweise auch bei Anwesenheit der Menschen in ihrer Box zu bleiben, während Mutter und Tochter sich ganz woanders im Haus aufhielten. Zudem führte meine Freundin ein Signalwort für „Sei Still!“ ein, um Lunas Fiepen und Heulen in der Box zu unterbrechen.

 

2 Trainingsmaßnahme Minute 1: Schuhe an, Jacken an, Hund in die Box und das Haus verlassen ? zuerst für 1 Minute, dann für 2 Minuten. Mutter und Tochter bauten das Alleinbleiben für Luna in bewundernswerten Mini-Schritten auf.

 

3 Trainingsmaßnahme Kamera: Als die Alleinbleib-Intervalle länger wurden, setze meine Freundin eine Kamera ein, um Luna beobachten zu können. Zudem konnte sie über ein Mikrofon Luna ihr „Sei Still!“ -Signal zurufen, wenn sie dabei war, sich beim Heulen selbst hochzuschaukeln.

 

4 „Trainingslager“ Ferien: Die Herbst- und vor allem die Weihnachtsferien wurden genutzt, um ohne zeitlichen Stress und Alltagshektik die Alleinbleibphasen weiter zu verlängern.

 

Dann war es geschafft: Luna konnte im neuen Jahr 2 Stunden alleine bleiben und nach rund 20 Minuten mit selbstmitleidigem Vor-sich-hin-Fiepen sogar schlafend zur Ruhe kommen. Zwar ist die gewünschte Maximalzeit von 4 Stunden noch nicht erreicht, doch 3 Stunden haben schon funktioniert. Die Hilfe von einem Hundesitter ist nicht mehr nötig.  Ein tolles Beispiel für geduldig-konsequentes Alleinbleib-Training ohne „das-muss-sie-jetzt-aushalten“-Ausnahmen, dafür mit Mini-Schritten, die ganz groß Mut machen, oder?

 

„Keiner da? Ich flipp aus!“

Alleinbleiben aufbauen ? so hat es geklappt!

von Christiane Blenski

Hunde & Gefühle – Teil 1 Mimik bei Hunden

Mimik bei HundenWachgerüttelt hat uns Jean Donaldson 1996 mit ihrem Buch „Hunde sind anders“. Ihre Botschaft war, dass wir alle im Sinne eines missverständnisfreien Miteinanders endlich tierische Verhaltensweisen nicht vermenschlichen sollten. Dazu gehörte Donaldson’s Ansatz: Der Hund ist ein Tier mit nur einfachen Denkweisen und Basis-Gefühlen – ohne schlechtes Gewissen, ohne Sinn für richtig und falsch, ohne Verständnis für unser zähnezeigendes Lächeln.

 

Das stimmt heute nicht mehr so ganz. Denn: Inzwischen gibt es einen Zweig in der Verhaltensforschung, der hündische Verhaltensweisen in Bezug auf Gefühle untersucht. Damit beschäftigt sich Dorit Feddersen-Petersen, Verhaltensforscherin am Kieler Institut für Haustierkunde, ebenso wie Harvard-Anthroplogin Juliane Kaminski. Sie sagt: „Der Hund kann Dinge, von denen man lange geglaubt hat, dass nur Menschen sie beherrschen. Kein Lebewesen versteht es so gut wie der Hund, Mimik und Gestik des Menschen zu lesen.“

 

Schaut man auf die verschiedenen Erkenntnisse der Forscher, belegen ihre Ergebnisse, was wir Hundebesitzer längst gespürt und erlebt haben: Unsere Lieblingstiere haben eine sehr differenzierte Wahrnehmung ihres Gegenübers und durchaus differenzierte Gefühle.

 

Ein Beispiel: das Lächeln

 

Obwohl das Zähnezeigen unter Hunden eine Drohgebärde ist, haben die Hunde erkannt, dass wir Zweibeiner unsere Zähne in bester Absicht zeigen – eben für den Ausdruck eines positiven Gefühls. Diese Mimik-Variante haben Hunde inzwischen sogar in ihr Verhaltensrepertoire übernommen. Feddersen-Petersen beschreibt es so: „Der Hund zieht die Oberlippe mehrfach hoch, dass Schneide- und Eckzähne zu sehen sind, zugleich werden die Mundwinkel leicht angehoben.“

 

Nicht jeder Hund und nicht alle Rassen zeigen ein Lächeln deutlich, doch es ist unbestritten: Hunde verstehen es richtig und sie können das Lächeln selbst korrekt einsetzen, wenn sie mit einem Menschen zusammen sind und sich freuen.

 

Eine weitere Studie des „Clever Dog Lab“ der Veterinärmedizinischen Universität Wien hat 2015 ergeben, dass Hunde offenbar noch genauer in Menschengesichtern lesen können. Bei wissenschaftlichen Tests haben die Hunde auf Fotos von Gesichtern erkannt, dass ein lachender Mund dasselbe bedeutet wie lachende Augen oder ein wütender Mund das gleiche wie wütende Augen.

 

Von je her sind Hunde, wie Wölfe auch, hochsoziale Wesen. Und da wir Menschen die wichtigsten Bezugspartner für sie geworden sind, haben sich unsere vierbeinigen Freunde zu echten Menschenexperten entwickelt. Das ist die beste Motivation, um ihr Verhalten ebenfalls besser kennenzulernen, um es wirklich missverständnisfrei zu verstehen.

 

Mimik: „Da kann Ihr Hund nur lächeln…“

von Christiane Blenski

Rassenporträt „Z“

Der Zwergpinscher

 

ZwergpinscherUrsprünglich stammt der Zwergpinscher aus Deutschland. Er erinnert an eine Miniaturausgabe des Dobermanns. Trotzdem sich die beiden Hunderassen ähneln, haben sie außer dem Ursprungsland nichts gemeinsam. Heute wird der Zwergpinscher ausschließlich als Begleithund gehalten, während er früher als Jäger von Nagetieren gute Dienste tat. Sein genetisches Talent zur Rattenjagd trägt er weiterhin in sich. Dies ist sicher auch der Grund dafür, warum er sich ohne Zögern mit anderen Hunden anlegt, auch wenn diese viel größer sind. Der Zwergpinscher ist beim Menschen vor allem aufgrund seines ausgeglichenen Charakters beliebt. Er kann sich gut in die Gesellschaft einfügen, ist menschenbezogen, anhänglich und einfühlsam. Zudem ist er ein lebhafter und temperamentvoller Hund, der häufig eine enge Bindung zu Kindern aufbaut. Er eignet sich daher besonders gut als Familienhund. Obwohl der Zwergpinscher sehr selbstsicher ist, braucht er viel Aufmerksamkeit und Zuneigung. Wird ihm diese nicht gegeben, entwickelt er schnell auch mal Unarten, die ihm in der Folge schwer wieder abzugewöhnen sind. Dagegen hilft viel Auslauf und Möglichkeiten zum Toben. Mit anderen Hunden und Kleintieren vertragen sie sich in der Regel recht gut. Das Fell der Hunderasse ist glatt und hart. Der Zwergpinscher haart kaum und muss nur einmal in der Woche gebürstet werden.

 

Der Zwergschnauzer

 

ZwergschnauzerWie der Name bereits verrät, ist der Zwergschnauzer ein kleiner Verwandter des Schnauzers. Ursprünglich wurde er vor allem als Rattenjäger eingesetzt. In Nordamerika ist die wenig lautstarke Hunderasse besonders beliebt. In Familien gliedert er sich ohne Probleme ein. Konkurrenzdenken gegenüber Kleinkindern oder sonstige negativen Eigenschaften gibt es bei ihm nicht. Typisch für einen Kleinhund sind das Temperament und die Flinkheit. Dies trifft auch auf den Zwergschnauzer zu. Zudem ist er sehr wachsam, klug und lebhaft. Was den Zwergschnauzer so beliebt macht, das ist seine freundliche, gefällige und folgsame Art innerhalb der Familie. Fremden gegenüber entwickelt er Misstrauen und verhält sich zurückhaltend. Vorsicht ist im Umgang mit anderen Hunden geboten. Denn hier zeigt der Zwergschnauzer häufig Respektlosigkeit. Dies rührt sicherlich von seiner Züchtung als unerschrockener und mutiger Jäger zurück. Konfrontationen stellt er sich und will möglichst immer seinen Willen durchsetzen. Eine straffe Erziehung vermag jedoch, ihm rechtzeitig seine Grenzen aufzuweisen. Denn dann entwickelt er sich zu einem anpassungsfähigen und liebenswerten Hund. Die Pflege seines langhaarigen Fells ist überdurchschnittlich intensiv. Er haart allerdings sehr wenig, was zu seiner Popularität als Wohnungshund sicherlich beiträgt.

Rassenporträt „Y“

Der Yorkshire Terrier

 

Yorkshire-TerrierDer Yorkshire Terrier ist hierzulande eine beliebte Hunderasse. Die anerkannte Rasse ist etwa 115 Jahre alt, wobei sie natürlich bereits viel länger existiert. Zu Beginn war er ein Armeleutehund und musste überwiegend als Rattenfänger herhalten. Seinen Namen hat er von der englischen Grafschaft Yorkshire und stammt wie die meisten Terrier-Rassen aus Großbritannien. Der Yorkshire Terrier ist ein aufmerksamer und intelligenter Zwerg-Terrier. Aus der Zeit, als sie noch zur Jagd eingesetzt wurden, rührt ihr großer Mut und die Energie her, die den Terrier auch heute noch auszeichnet. Yorkshire Terrier benötigen viel Bewegung und der Halter muss viel Zeit zum Spielen aufbringen, und zwar bei jedem Wetter. Zwar sind sie lustig und lebhaft, können dennoch ihren eigenen Kopf und einen starken Willen haben. Haben sie sich ordentlich ausgepowert, sind sie ihrem Menschen gegenüber sehr anschmiegsam und liebesbedürftig. Da die kleinen Terrier gerne und oft bellen, teilweise sogar aggressiv werden können, ist eine strikte Erziehung von Anfang an Voraussetzung. Er macht sich besonders gut als Begleit- und Gesellschaftshund und kann wegen seiner Größe gut in Stadtwohnungen leben. Häufig wird er als Schoßhund betitelt, was aber keinesfalls seinem wahren Charakter entspricht. Das lange Haarkleid des kleinen Terriers ist mittellang, seidig, fein, glänzend und sehr glatt und benötigt viel Pflege. Vor allem auch dann, wenn er als Ausstellungshund dienen soll. Für diesen Fall sollte der Halter frühzeitig mit dem Wickeln der Haare zu beginnen.

Rassenporträt „X“

Der Xoloitzcuintle

 

XoloitzcuintleDie ursprünglich aus Mexiko stammende Hunderasse wird hierzulande eher selten gesehen. In der Geschichte weit zurück liegt der Ursprung der Hunderasse. In der damaligen Zeit wurde er als Vertreter des Gottes ?Xolotl? angesehen. Auf diesen ist offensichtlich sein Name zurückzuführen. Seine Aufgabe als Vertreter Xolotls bestand darin, die Seelen der Verstorbenen bis zu ihrer ewigen Ruhestätte zu begleiten.

 

Zurück in die Gegenwart, denn bei dieser Hunderasse handelt es sich um sehr attraktive Hunde. Das Erkennungszeichen der Rasse ist das vollständige oder fast vollständige Fehlen der Haare. Die Haut ist glatt und weich, der Körper harmonisch proportioniert. Der Xoloitzcuintle ist ein eher stiller und ruhiger Hund. Dennoch ist er fröhlich, aufmerksam und aufgeweckt und ein vorzüglicher Hausgenosse. Da er Fremden gegenüber misstrauisch ist, eignet er sich gut als Wachhund.

 

Die Haut nimmt bei dieser Hunderasse eine bedeutende Stellung ein. Denn es fehlt bis auf wenige Stellen das Haar. Die Haut ist glatt und sensibel bei Berührung. Auch scheint sie wärmer zu sein. Die Wärme strahlt beim Xoloitzcuintle direkt aus, während sich bei behaarten Hunden die Wärmeausstrahlung zwischen den Haaren durch die normale Lüftung verliert. Die Haut dieser Hunderasse bedarf mehr Sorgfalt, da sie keinen natürlichen Schutz gegen die äußeren Wetterbedingungen hat.

Rassenporträt „W“

Der West Highland White Terrier

 

West-Highland-White-TerrierDer West Highland White Terrier kommt aus Großbritannien und zeichnet sich besonders durch seine dunklen Knopfaugen aus. Umgangssprachlich wurde dem kleinen Hund der Name ?Westie? gegeben. Er ist ein aktiver, unerschrockener Zeitgenosse, der wachsam, mutig, selbstbewusst und sehr charmant ist. Aber er kann auch gelegentlich ein klein wenig stur sein. Grundsätzlich zeigt er sich allerdings meist liebenswürdig und freundlich Menschen gegenüber. Er lässt sich viel einfallen, wenn er seinen Willen durchsetzen möchte. Der Terrier braucht viel Bewegung. Bekommt er diese, ist er zu Hause ein ausgeglichener Charakter. Zum Spielen ist der kleine Westie daher immer zu haben. Lange Spaziergänge mag er ebenfalls. Aber wehe, wenn er unausgelastet ist. Dann fällt ihm so einiges ein, um seinen Menschen auf Trab zu halten. Bezüglich Erziehung sei erwähnt, dass es etwas Geduld und auch Konsequenz bedarf. Dann ist er aber recht gut erziehbar, es sollte ihm aber die Rangordnung unmissverständlich klar sein. Besonderes gibt es zu seinem Fell zu berichten. Der West Highland White Terrier haart nämlich nicht. Aus diesem Grund muss er regelmäßig getrimmt werden.

 

Der Weimaraner

 

WeimaranerZunächst muss bei dem aus Deutschland stammenden Weimaraner erwähnt werden, dass man genau prüfen sollte, ob man den Eigenschaften dieser Hunderasse gerecht werden kann. Bekanntermaßen werden Hunde vielfach nur wegen ihres Aussehens ausgewählt, ohne daran zu denken, dass eine nicht zum Hund passende Haltung zu gravierenden Problemen führen kann. Der Weimaraner ist ein Gebrauchshund und wird für den jagdlichen Einsatz gezüchtet. Aus diesem Grund eignet er sich weniger als Familien- und Begleithund. Denn an einen Gebrauchshund werden spezifische Anforderungen, die nichts mit den Eigenschaften eines Familienhundes zu tun haben.

 

Der Weimaraner ist also ein passionierter Jäger und der Hundeführer muss in der Lage sein, diese Passion zu nutzen. Zugleich muss er den Hund jederzeit unter Kontrolle haben. Wird der Hund nicht als Jagdhund eingesetzt, sucht sich der Weimaraner andere Kanäle, um seine Triebe zu befriedigen. Dies kann unter anderem auch zu aggressivem Verhalten gegenüber anderen Hunden und Haustieren führen. Er ist ein Arbeitshund und muss angemessen beschäftigt werden. Ein großer Garten und lange Spaziergänge reichen definitiv nicht aus.

Rassenporträt „V“

Der Vieräugl

 

VieraeuglDer ursprünglich aus Österreich stammende Vieräugl ist ein beliebter Jagdhund. Die Brandlbracke oder Vieräugl gilt als echter Nachkomme der Keltenbracke. Der Name Vieräugl rührt daher, weil er über den Augen ein rötliches Abzeichen hat. Einen gesicherten Herkunftsnachweis bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es wie bei fast allen Hunderassen älteren Ursprungs nicht.

 

Dies rührt daher, dass bis zu diesem Zeitpunkt keine geregelte Zucht stattfand. Aufgrund seiner besonderen Eignung wird er für den schweren Dienst im Hochgebirge sowie im Flachland als Brackier und Schweißhund eingesetzt. Er hat ein angenehmes Wesen, wenn er entsprechend seinen Fähigkeiten eingesetzt wird. Allerdings ist er wegen seines Arbeitseifers weniger als Familienhund geeignet und wird daher vom Zuchtverband ausschließlich an Jäger abgegeben.

 

Eine Erziehung ist weniger möglich. Die Brandlbracke neigt mehr dazu, Aufgaben anzunehmen und löst Probleme eigenständig. Dadurch lässt sich die Brandlbracke ihren Anlagen entsprechend lenken. Ausreichend Bewegung und stetige Herausforderungen sind ein Muss, damit sie ihren ausgeglichen Charakter bewahrt. Beim Vieräugl sind erfahrene Hände notwendig. Denn ist der Hund unterfordert, kann er zuweilen auch zur Aggressivität neigen. Aufgrund des fest anliegenden Fells hält sich auch die Fellpflege in Grenzen, ganz im Gegensatz zur Haltung.

 

 

Der Volpino Italiano

 

Volpino-ItalianoWie der Name bereits verrät, stammt diese Hunderasse ursprünglich aus Italien. Der Volpino lässt sich auf dieselben Vorfahren wie der deutsche Zwergspitz zurückführen. Spitze sind eine sehr alte Form des Haushundes. In Italien wurde er beim Adel geschätzt, aber wegen seiner Wachsamkeit und seines Schutzinstinkts auch häufig beim einfachen Volk als Wachhund eingesetzt.

 

Der kleinformatige Spitz überzeugt mit seinem ausgeprägten Temperament. Er ist sehr anhänglich, lebhaft, immer fröhlich und ausgelassen. Er eignet sich hervorragend als Wachhund und kann zum Gehorsam erzogen werden, was ihn ebenfalls zu einem Familienhund macht. Das Fell des Volpino Italiano ist dicht und sehr lang und muss täglich gebürstet werden.

Trockenfutter oder Nassfutter

Die Frage aller Fragen für den Hundebesitzer: Trockenfutter oder Nassfutter?

 

Was ist besser? Ein Thema, bei dem sich die Geister seit vielen Jahren scheiden. Selbst Experten sind sich darüber nicht einig. Jeder Hund ist ein Individuum. Daraus resultiert, dass ihm die eine Futtersorte besser schmeckt und ihm bekommt, die andere Sorte mag er vielleicht weniger und lässt den Napf unberührt stehen. Für den Hundebesitzer ist es wahrlich nicht leicht, sich im Hundefutterdschungel zurechtzufinden. Während die einen Hundehalter auf Trockenfutter schwören, bevorzugen andere Nassfutter. Trockenfutter ist praktisch, da es günstiger ist und länger im Napf bleiben kann, ohne zu verderben. Nassfutter ist optimal, da es mitunter den Flüssigkeitsbedarf des Hundes besser deckt. Welches Futter ist nun das besser? Wer hat Recht? Und vor allem: Was ist für den Hund besser?

 

Der größte Unterschied zwischen Trocken- und Nassfutter ist der Wassergehalt. Dieser beträgt im Nassfutter etwa 60 bis 84 Prozent. Trockenfutter hingegen weist lediglich einen Wassergehalt von 3 bis 12 Prozent auf. Dieser Unterschied schlägt sich logischerweise in der Haltbarkeit des Futters nieder. Nassfutter verdirbt schneller als Trockenfutter, was bei der Vorratshaltung beachtet werden muss. Wer seinen Hund nach BARF, also mit rohen Lebensmitteln füttert muss ganz besonders auf die Haltbarkeit achten.

 

Trockenfutter: Die Vorteile

 

Der wesentliche Vorteil von Trockenfutter ist ganz klar die längere Haltbarkeit. Durch den geringen Wassergehalt wird Trockenfutter nicht so schnell schlecht, lässt sich besser und länger lagern. Darüber hinaus macht Trockenfutter weniger Schmutz, falls der Hund beim Fressen einmal kleckern sollte. Trockenfutter lässt sich überdies sehr gut mit auf Reisen oder längere Ausflüge nehmen. Der Vierbeiner braucht vom Trockenfutter eine kleinere Menge als von Futterstücken in Soße oder Pasteten. Auf lange Sicht ist Trockenfutter kostengünstiger und schon des Weiteren die Umwelt, da einfach weniger Verpackungsmaterial anfällt.

 

Nassfutter: Die Vorteile

 

Geschmacklich würde sich jeder Hund für Nassfutter entscheiden, da es ihm für gewöhnlich viel besser schmeckt als Trockenfutter. Dies liegt daran, dass durch den Wassergehalt im Nassfutter mehr Aromastoffe freigesetzt werden. Zudem muss der Hundehalter sich keine Gedanken über eine ausreichende Aufnahme von Wasser machen, da durch das Nassfutter bereits Flüssigkeit aufgenommen wird. Vom Nassfutter vertragen Hunde größere Portionen, ohne gleich den Kalorienbedarf zu überschreiten.

 

Darüber hinaus ist Nassfutter für Hunde mit Zahnfleischentzündungen oder Zahnschmerzen besser geeignet wegen der weichen Fleischstücke. Beim Thema Zähne findet sich wieder ein Streitpunkt. Hier steht die Frage in Sachen Hundefutter im Raum, ob Trocken- oder Nassfutter besser für die Zähne ist. Die einen Hundehalter behaupten, dass Trockenfutter – da es eine harte Konsistenz hat – die Zähne reinigt. Andere halten dagegen und sagen, Trockenfutter bliebe beim Kauen an den Zähnen haften.

 

Darüber hinaus würde Trockenfutter Zahnprobleme sogar noch fördern. Überdies heißt es, dass Nassfutter bei Verdauungsproblemen und Futterallergien die bessere Wahl sei. Jedoch ist bis heute weder das eine noch das andere wissenschaftlich eindeutig belegt.

 

Die Lösung: Einfach dem Hund beides füttern

 

Hunde fressen beides gerne. Daher spricht wohl auch nichts dagegen, Trockenfutter und Nassfutter zu kombinieren. Beide Futtersorten sollten jedoch nicht gleichzeitig gemischt und dem Hund gefüttert werden. Geeigneter sind unterschiedliche Zeiten. Haben Hundehalter eine Ernährungsform gefunden, die ihrem Hund bekommt und auch gut schmeckt, können sie ruhig dabei bleiben. Das Füttern mit Trockenfutter und Nassfutter in Kombination ist eine Möglichkeit, aber niemals ein Zwang.

 

Unter Vierbeinern sind allerdings auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien nicht selten. Sollten sich Verdauungsbeschwerden einstellen oder leidet der Hund an chronischen Krankheiten und bedarf spezieller Nahrung, dann ist der Gang zum Tierarzt unausweichlich. Im Allgemeinen ist der Tierarzt in der Lage, Spezialfutter zu verschreiben und gibt darüber hinaus nützliche Tipps bezüglich Schonkost und hypoallergenes Futter.

 

In der Regel sollte Hundefutter, ob Trocken- oder Nassfutter, einen hohen Fleischanteil aufweisen sowie hochwertige Fette und Öle enthalten. So ist zum Beispiel Lachsöl eine gute Wahl, da es von Hunden gut vertragen wird. Wird bei den Inhaltsstoffen auf Hundefutteretiketten lediglich von „Fetten“ oder „Pflanzenöl“ gesprochen, ist es besser, das Hundefutter im Regal stehen zu lassen.

 

Wie wäre es denn mit BARF?

 

BARF ist mittlerweile ein Begriff, mit dem viele Hundebesitzer etwas anfangen können. Die vier Buchstaben stehen für „Biological Appropriated Raw Food“, „Bones and Raw Food“, wobei diese nur zwei Möglichkeiten sind, den es kursieren noch einige weitere Kurzsätze im Englischen. Im Deutschen hat sich als Übersetzung „Biologisch artgerechte Rohfütterung“ oder „biologisch artgerechtes rohes Futter“ etabliert. Allerdings handelt es sich keineswegs um eine reine Rohfleischfütterung, auch wenn viele dieser Meinung sind.

 

Dem Hund werden Gemüse, Obst, Ei, Salat, Knochen und auch Fleisch gefüttert. Diese Lebensmittel werden dem Hund roh gefüttert. Bedenkt man, dass dem Wolf in freier Wildbahn kein gekochtes Hühnchen vor die Nase springen würde, macht die Fütterung nach der BARF-Methode durchaus Sinn. Zudem, und das ist nichts Neues, werden beim Erhitzen viele Strukturen zerstört und wertvolle Inhaltsstoffe gehen verloren. Wer sich für BARF entscheidet, sollte dem Hund Zeit geben, sich umzugewöhnen.

 

Denn die Umstellung von herkömmlichem Trocken- oder Nassfutter auf die BARF-Methode kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Hundefutter nach der BARF-Methode gibt es mittlerweile in großer Auswahl im Handel und auch in diversen Onlineshops, wie zum Beispiel bei Schecker.

 

Was letztlich im Futternapf landet ist Sache des Hundehalters. Dieser sollte nach den Bedürfnissen seines Hundes entscheiden. Die Entscheidung für Nass- oder Trockenfutter ist dennoch immer auch nach den persönlichen Wünschen und Möglichkeiten des Hundehalters abhängig. Ganz gleich, für was man sich entscheidet, eine entsprechende Qualität des Hundefutters sollte trotzdem niemals aus den Augen verloren werden.

Wir holen unseren Welpen vom Züchter ab

Sobald der Tag näher rückt, an dem ein neues Familienmitglied in das Haus einzieht, wird die Aufregung größer und größer. Ein großes Maß an Unsicherheit ist trotzdem vorhanden, wenn die zukünftigen Hundehalter zum ersten Mal einen Hund bekommen. Bevor der Welpe beim Züchter abgeholt wird, sollten die neuen Hundeeltern einige Dinge beachten, damit sich der Kleine so schnell wie möglich an die neue Umgebung und die neuen Menschen gewöhnt.

 

Die Hundebox schön weich ausgepolstert, mit einem Napf und etwas Wasser geht es dann bestenfalls früh morgens los, um den Welpen vom Züchter abzuholen. Beim Züchter angekommen, sollte man sich einige Zeit nehmen. Der Züchter gibt den neuen Hundebesitzern viele Informationen mit auf den Weg und steht für Fragen gerne zur Verfügung.

 

Der Züchter ist an diesem Tag eine wichtige Person, die dem neuen Hundebesitzer vieles bezüglich Verhalten, Besonderheiten, Fütterung, Impfungen sowie die letzte Entwurmung mitteilt. Darüber hinaus gibt er das Futter für die ersten Tage mit, damit der Welpe sich nicht noch mit einer Fütterungsumstellung beschäftigen muss. Die neue Umgebung wird für ihn stressig genug. Auch den Impfpass wird durch den Züchter an den Hundebesitzer übergeben.

 

Die ersten Tage werden für den Welpen stressig. Erst die Trennung von der Mutter und den Geschwistern sowie der Abschied von den bislang gewohnten Menschen und der Umgebung. Für einen Welpen bedeutet dies einen Einschnitt in seinem noch so jungen Leben. Um es dem Kleinen während der Autofahrt etwas leichter zu machen, sind viele kleine Pausen hilfreich. Während der Pausen sorgen ein wenig Spiel, ein bisschen rumlaufen, schnüffeln und etwas frisches Wasser dafür, dass er abgelenkt ist.

 

Zuhause angekommen sollte dem Welpen Gelegenheit gegeben werden, das neue Heim in aller Ruhe zu erkunden. Der Hundebesitzer sollte sich dafür Zeit nehmen, etwa ein verlängertes Urlaub oder einige Tage Urlaub. Während des ersten Tages ist es ratsam, den Welpen auf eigene Faust die neue Umgebung entdecken zu lassen. So kann er sich selbst damit vertraut machen. Jedoch sollte die Hauptbezugsperson, also Frauchen oder Herrchen, in der Nähe bleiben.

 

Grundsätzlich sollte alles vermieden werden, was den Welpen misstrauisch oder ängstlich machen könnte. Dazu gehört auch in den ersten Tagen der Eingewöhnung, nicht täglich Freunde, Bekannte oder Verwandte einzuladen, um den neuen Familienzuwachs kennenzulernen. Dafür ist später immer noch Zeit genug.

 

Bevor der neue Familienzuwachs im neuen Heim einzieht, sind Frauchen oder Herrchen angehalten, einige Dinge als Erst-Ausstattung anzuschaffen. Dazu gehören Körbchen oder Hundedecke, Wassernapf, Futternapf, Bürsten für die Pflege des Fells, Leine, Halsband, Spielzeug. Darüber hinaus sollte die Wohnung welpensicher sein, bevor der Kleine in seinem neuen Heim eintrifft. Welpensicher bedeutet, dass alle Dinge, die dem Kleinen gefährlich werden können, beiseite geräumt werden.

 

Elektrische Kabel sollten gesichert sein und giftige Pflanzen weggestellt werden. Wie bei Kleinkindern auch, so sind kleine Gegenstände zu entfernen, die der Welpe verschlucken könnte. Schließlich ist er ein neugieriger Zeitgenosse und wird sogleich die neue Umgebung erkunden wollen. Socken und Schuhe können liegen bleiben, denn dauerhaft können sie vor dem Welpen nicht geschützt werden.

 

Die ersten Nächte in ungewohnter Umgebung

Immer wieder hört man von anderen Hundebesitzern, dass Welpen in den ersten Nächten viel weinen und wimmern. Das muss nicht sein. Der Welpe war es bislang gewohnt, sich an seine Geschwister zu kuscheln. Ganz plötzlich soll er nun alleine schlafen? Sicher, ein Hund soll lernen, zu bestimmten Zeiten allein zu sein. Der Hund baut mit der Zeit das Vertrauen dem Halter gegenüber auf, dass dieser auch immer wieder zurückkommt. Dennoch ist es für einen kleinen Hund am Anfang nicht leicht, plötzlich allein zu sein. Daher sind die ersten Nächte in der ungewohnten Umgebung denkbar ungeeignet, um das Alleinsein zu üben.

 

Er muss natürlich nicht im Bett schlafen. Aber wenn er auf seiner Decke, möglichst in der Transportbox einfach neben dem Bett schlafen kann, ist er schon ruhiger und gelassener. Er wird natürlich versuchen, stets ins Bett zu klettern. Das lässt sich einfach unterbinden, indem er immer wieder in seine Box zurückgeschoben wird. Nach einigen Tagen steht die Box dann einige Meter weiter weg vom Bett entfernt und schon bald hat sich der Kleine an seinen endgültigen Schlafplatz gewöhnt.

 

Die ersten Tage und Nächte und damit die Eingewöhnung des Welpen sollte in liebevoller Weise erfolgen. Intensiver Körper- und Handkontakt sind dazu wichtig. Dem Welpen fällt es auf diese Weise leichter, sich an die neuen Familienmitglieder zu gewöhnen. Außerdem hilft ihm die Abwechslung durch Schmuseeinheiten und viel Spiel über den Verlust seiner Geschwistergemeinschaft hinweg.

 

Bei der Fütterung zu beachten

Der Welpe wird am Ankunftstag zunächst damit beschäftigt sein, alles zu erschnüffeln. Erst wenn er sich überall umgesehen hat, darf er eine erste Mahlzeit erhalten. Dazu sollte unbedingt das vom Züchter erhaltene Futter verwendet werden. Ein Züchter kann meist auf viele Jahre Erfahrung mit Hunden und damit auf die Auswahl des Futters zurückgreifen. Auf diese Erfahrung sollten die neuen Welpeneltern vertrauen und wenn überhaupt, dann erst in einigen Wochen mit einer Futterumstellung beginnen. Auch für spätere Fragen rund um das Futter und die Futterumstellung steht der Züchter sicherlich gerne zur Verfügung.

 

Eine Futterumstellung darf niemals abrupt geschehen. Magen-Darm-Störungen sowie Durchfallerkrankungen sind häufig die Folge, wenn der Welpe von heute auf morgen ein anderes Futter bekommt. Der Welpe sollte mehrmals am Tag eine Portion Futter erhalten. Ein Wechsel des Futters sollte innerhalb von etwa 10 Tagen durchgeführt werden.

 

Dabei ist der Anteil des neuen Futters fortwährend zu erhöhen, während das alte Futter entsprechend reduziert wird. Ist der Welpe am Abend satt, wird er nach all den neuen Eindrücken sicherlich sehr müde sein. Nach einigen Schmuseeinheiten wird er bald einschlafen und die Nacht ohne Heulen oder Winseln verbringen.

Stubenreinheit beim Hund

Ein Welpe muss in den ersten Wochen seines Lebens bereits viel lernen. Dazu gehört vor allem auch, dass er stubenrein wird. Grundsätzlich gelingt dieses Vorhaben immer, vorausgesetzt der Hundefreund verfügt über ein gutes Zeitmanagement sowie Konzentration und Geduld. Ist der Welpe erst einmal in seinem neuen Zuhause angekommen, wird es für den Hundebesitzer in den weiteren Wochen meist darum gehen, den Kleinen unter den Arm zu nehmen und mit ihm aus dem Haus zu rennen.

 

Draußen dann kann der Welpe eine simple Kleinigkeit erledigen, für die er dann ausgiebig gelobt wird. Und falls bei diesem Vorhaben etwas danebengeht, und das ist anfangs sicher, ist es meist menschliches Versagen. Denn Welpen haben eine sehr kleine Blase und können nicht anhalten. Je nach Rasse schaffen junge Hunde dies erst ab dem sechsten oder siebten Monat zuverlässig.

 

Ein Welpe muss im Allgemeinen gleich nach dem Aufwachen Wasser lassen. Dann ebenfalls etwa zwanzig Minuten nach dem Fressen, Spielen oder Trinken. Eine Stunde später steht wieder der Gang zum Klo auf dem Programm. Der Welpe muss daher ziemlich häufig an die frische Luft getragen werden. Das ist auf dem Land, im Dorf, mit Haus und Garten auch kein Problem. Doch wie sieht es mit der Stubenreinheit von Welpen in der Stadt aus? Eine Wohnung mit Garten ist eher selten. Eventuell liegt die Wohnung in einem oberen Stockwerk.

 

Was nun? Der Welpe wird auf den Arm genommen, der Schlüssel geschnappt, einige Stockwerke runtergelaufen, durch den Hausflur geht es dann endlich durch die Haustür ins Freie. Unter diesen Bedingungen benötigt ein Welpe länger, um zu verstehen, was Frauchen oder Herrchen von ihm möchte. Ganz schlecht, wenn der Kleine dann vergessen hat, aus welchem Grund er eigentlich raus wollte.

 

Darüber hinaus kann es zu Verzögerungen bei der Stubenreinheit kommen, weil der Welpe dem Hundebesitzer noch nicht gänzlich vertraut. Erst der neue Mensch, die neue Umgebung und dann noch dieses ständige Rumschleppen auf die laute, unruhige Straße, wo es mitunter noch mehr Menschen sowie Radfahrer und andere Hunde gibt. Und hier soll der Welpe nun in aller Ruhe sein Häufchen machen?

 

Wenn ängstliche Hunde stubenrein werden sollen

 

Ist ein Welpe von eher ängstlicher Natur oder handelt es sich um traumatisierte Hunde, dann ist es wichtig, ihre Welt zunächst möglichst klein zu halten, wenn man sie zur Stubenreinheit erziehen möchte. Ängstliche Hunde benötigen viel Zeit und Geduld. Nach und nach werden sie jedoch auch belastbarer und können an ein Hundeklo im Freien gewöhnt werden. Dennoch jeder Hund muss raus, und zwar mehrmals am Tag. Damit Routine einkehrt, sollte er immer zu den gleichen Zeiten rausgeführt werden.

 

Das typische Gassigehen sollte bei Welpen eher ein „Spazierenspielen“ zum Beispiel auf einer Wiese sein. Sie gewöhnen sich auf diese Weise spielerisch und in aller Ruhe an alles, was um ihn rum passiert. Und macht er dann draußen sein „Geschäftchen“, sollte er selbstverständlich ausgiebig dafür gelobt werden.

 

Für den Notfall gibt es im Handel sogenannte Welpenpads. Dabei handelt es sich um dünne Windeln mit Plastikunterlage, die an einer oder zwei für den Welpen gut erreichbaren Stellen in der Wohnung liegen sollten.

 

Aller Anfang ist schwer

 

Vielleicht hilft zunächst ein „Lösungswort“, mit dem es leichter gelingt, den Welpen stubenrein zu bekommen. Immer wenn der Welpe aufs Klo muss, meist nach dem Aufwachen, nach dem Füttern oder wenn er unruhig wird, setzt man ihn auf dieses Windelpad und lobt ihn eingehend, wenn er sein Geschäftchen verrichtet hat. Während er dies tut, kommt das Lösungswort zum Einsatz. Dieses Lösungswort kann beispielsweise „Pipi“ oder ähnliches sein. Nach einigen Malen sollte der Welpe verstanden haben, was es mit diesem Wort auf sich hat. Dies hilft auch für später, wenn der junge Hund an einem für ihn ungewohnten Ort, etwa im Urlaub ohne Baum oder Wiese weit und breit, aufs Klo soll.

 

Selbstverständlich funktioniert dies nicht immer reibungslos. Ein Tier ist ein Tier und auch einem Tier kann einmal ein Malheur passieren. Trotz Lösungswort und eingehender Bemühungen, den Welpen stubenrein zu bekommen, kann es trotzdem geschehen, dass das Unerwartete eintritt. Dann ist es wichtig, dass der Halter nicht schreiend auf den Welpen zurennt. Der Kleine würde unterbrochen und erschrickt sich natürlich furchtbar. Die Folgen wären, dass der Welpe immerwährend versuchen würde, jegliches Wasserlassen oder Stuhlgang vor dem Halter zu verbergen.

 

Das bedeutet, wenn der Kleine gerade dabei ist, außerhalb des Windelpads sein Geschäft zu verrichten, dann sollte man ihn nicht unterbrechen. Danach einfach in aller Ruhe den Welpen hochnehmen, ein kurzes „Nein!“ sagen und danach auf die Windel setzen, auch wenn er jetzt nicht mehr muss. Es kann auch vorkommen, dass sich der Kleine einen Ort für das tägliche Geschäftemachen aussucht, der den Hundebesitzer natürlich nicht freudig stimmt.

 

Ein solcher Ort kann zum Beispiel der Blumentopf sein. Hier hilft es, die Windelpads eine zeitlang dahin zu legen. Im Laufe der nächsten Tage genügt es, die Pads immer weiter weg vom Blumentopf zu legen. Falls er weiter den Blumentopf als Klo benutzt, sollten entweder der Blumentopf weggenommen werden oder man errichtet ein für den Welpen unüberwindbares Hindernis vor dem Blumentopf. Not macht schließlich erfinderisch.

 

Irgendwann hat sich die Sache mit den Windeln sowieso erledigt. Bis dahin ist ein geduldsames Händchen gefragt. Ein Hundebesitzer wird mit jeder Woche schneller bemerken, wann sein Hund aufs Klo muss und kann rechtzeitig reagieren. Ein Halter sollte sich stets vor Augen führen, dass Unfälle passieren können. Die Schuld darf man dann nicht allein beim Hund suchen, sondern auch bei sich selbst. Denn gerade Welpen lernen täglich Neues dazu, aber nicht immer funktioniert alles reibungslos. Dafür muss der Hundebesitzer dann Verständnis aufbringen.