Chip und Impfung

Chip und ImpfungHund chippen lassen – die sichere Nummer!

Vorteile, Infos und Kosten zum Chip für Hunde

Deinen Hund chippen zu lassen ist nicht nur eine Pflicht in einigen deutschen Bundesländern, in Österreich und der Schweiz. Der Chip für Hunde bedeutet vor allem, auf „Nummer Sicher“ zu gehen. Denn: Auf dem circa 12mm kleinen, dünnen Microchip sind 15 Ziffern eingespeichert. Sie ergeben einen weltweit einzigartigen Zahlencode, der deinem Hund und dir im Notfall gute Dienste leisten wird. Mehr dazu jetzt:

 

Hund chippen lassen – die Implantation

Der Chip für deinen Hund heißt korrekt: RFID Transponder-Mikrochip. Auf der Größe eines langen Reiskorns ist darauf eine 15-stellige Identifikationsnummer gespeichert. Sie kann auf einen digitalen Impuls hin angezeigt werden. Wichtig ist, dass der Hunde-Chip als Transponder selbst nichts sendet, er braucht folglich weder Akku noch Aufladung.

Er kann trotzdem jederzeit ausgelesen werden. Dafür besitzen beispielsweise Polizei, Zoll, Tierärzte, Tierheime und andere Tierorganisationen spezielle Lesegeräte. Mit diesem Scanner findet jeder schnell den Chip samt Nummer, weil er weltweit einheitlich an der linken Nackenseite des Hundes unter die Haut gespritzt wird.

Der Hunde-Chip besteht aus nicht-allergenem Material und verwächst fest mit dem Gewebe. Dort kann er ein Hundeleben lang verbleiben. Ideal ist es, wenn der Vierbeiner bereits als Welpe oder Junghund den Chip implantiert bekommt, dann ist sein Gewebe noch weich. Abwehrreaktionen des Körpers kann es geben, wie bei jedem Fremdkörper. Das geschieht beim Chippen des Hundes jedoch selten.

Tipp: Den Identifikationschip deines Hundes bitte nicht verwechseln mit dem sogenannten „Kastrationschip“. Dieser ist kein Transponder, sondern ein Langzeit-Medikament. Es wird zwischen den Schulterblättern unter die Haut gespritzt und gibt über einige Monate langsam seine hormonähnlichen Wirkstoffe ab. Damit wird die Auswirkung einer Kastrations-Operation simuliert.

 

Chip für Hunde – eine Pflicht?

Heute ist es in Deutschland Pflicht, dass Welpen einiger Rassehunde (Listenhunde) oder Hunde ab einer bestimmten Größe (größer als 40cm/schwerer als 20kg) gechippt werden. Allerdings wird der Chip inzwischen bei den meisten Welpen zusammen mit den ersten Impfungen routinemäßig eingesetzt. Damit bietet er einen großen Vorteil, wenn dein Liebling verloren gehen sollte oder sogar gestohlen wird. Vor der Markierung von Hunden und Katzen per Chip hat man die Tiere im Ohr tätowiert. Diese Zahlen blieben jedoch nicht immer leserlich. Das heutige Chippen ist unkomplizierter und nahezu schmerzfrei.

Tipp: Seit einigen Jahren verlangen manche deutschen Bundesländer (und auch Österreich und die Schweiz) das Chippen bei allen Hunden. Erkundige dich, was bei euch gilt. Vorab schon zur Info: In Berlin, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Hamburg und Niedersachsen müssen alle Hunde gechippt werden. In Niedersachen gibt es zusätzlich eine kostenpflichtige Register-Auflage.

 

Hund chippen lassen – der Heimtierausweis

Eine Pflicht ist das Einsetzen eines Hunde-Chips auch dann, wenn du mit deinem Vierbeiner verreisen möchtest. Dafür benötigt dein Liebling seinen eigenen Reisepass: den EU-Heimtierausweis. Darin muss die 15-stellige Identifikationsnummer hinterlegt sein. Darum gibt es zu jedem Chip einen mit der gleichen Nummer versehenen Sticker, der direkt nach der Implantation in den Ausweis geklebt wird. Ein Grund mehr, dieses Dokument gut zu verwahren!

Tipp: Beim Verreisen mit Hund gelten über die Chippflicht und das Mitführen des EU-Heimtierausweises hinaus verschiedene gesundheitliche Bestimmungen. Sie beziehen sich überwiegend auf einen aktuellen Stand bei der Tollwutimpfung deines Hundes. Erkundige dich rechtzeitig vor Urlaubsbeginn, was das jeweilige Land verlangt!

 

Hund mit Chip – die Vorteile!

Über die Identifikationsnummer auf dem Chip kannst du deinen Hund registrieren lassen. Bei der Registrierung trägst du deinen Namen, deine Adresse und Telefonnummer in ein Formular ein. So kann dein Liebling nicht verloren gehen, selbst wenn deine Emma beim Türmen aus dem Garten ihr Halsband mit dem Adressanhänger gar nicht trug oder wenn dein Rico bei der Jagd durch das Unterholz das Geschirr mit der eingestickten Telefonnummer verlieren sollte.

Genau dafür besitzen Tierärzte, Tierheime und auch Polizei oder Zoll die Chip-Lesegeräte. Über die Transpondernummer des Hunde-Chips können sie jeden Fundhund sofort identifizieren und dich schnell benachrichtigen. Das hat schon viele Besitzer und entlaufene Streuer wieder glücklich zusammengebracht. Durch die eindeutige Zuordnung von Identifikationsnummer und Eigentümer ist der Chip ist auch ein wirksamer Diebstahlschutz.

Tipp: Du kannst deinen Hund bei mehreren Organisationen kostenlos mit seiner Chip-Nummer registrieren lassen. Am bekanntesten ist das Angebot von Tasso. Der spendenfinanzierte Verein bietet auch eine 24-Stunden-Hotline, falls dein Liebling weggelaufen ist. Ebenso kostenfrei ist das Angebot „Findefix“ vom Deutschen Tierschutzbund. Bei beiden Organisationen ist das Hinterlegen der Daten deines Hundes unkompliziert online möglich. Du wirst im Notfall unendlich froh sein, dass du dir die kurze Zeit für das Eintragen eurer Daten genommen hast.

 

Hund chippen lassen – die Kosten

Das Einsetzen des Hunde-Chips erfolgt über eine Einwegspritze mit Hohlnadel. Das geht sekundenschnell. Es ist keine Betäubung erforderlich. So liegen die Tierarztkosten für die Implantation nur bei geringen 10 Euro. Erwerben musst du natürlich zusätzlich den Chip selbst. Er kostet je nach Modell zwischen 30 Euro und 50 Euro. Frag deinen Tierarzt danach.

Deinen Hund chippen zu lassen ist eine einmalige Investition in die langjährige Sicherheit, dass der Vierbeiner jederzeit genau identifiziert werden kann. So können deine Leika oder dein Leon schnell zu dir zurückgebracht werden. Denke unbedingt daran, bei einem Umzug oder einer Änderung deiner Telefonnummer oder Handynummer, die Einträge in den Registern von Tasso und Findefix zu aktualisieren!