Ein Welpe kommt ins Haus

Golden-Retriever WelpeDein Welpe zieht ein – freu dich auf das kleine große Glück im Haus

Welpe abholen, erste Tage und erste Nächte mit Welpe – besser: vorbereitet starten!

 

Welpen sind unwiderstehlich. Sie sind rund, weich, verspielt und stehen neugierig am Anfang ihres Lebens. Nun hast du das große Glück, dass du einen Welpen bald zu dir nach Hause holen kannst. Auf diesen Tag zu warten, fällt schwer. Doch das Hundebaby braucht ein paar Wochen, bis es sich weit genug entwickelt hat, um Mutter und Geschwister zu verlassen. Bis dahin nutze die Zeit für eine gute Vorbereitung auf die ersten Tage und Nächte mit einem Welpen. Hier unsere Tipps:

 

Ein Welpe zieht ein – bereite dich gut vor!

Ist es dein erster Hund? Dann darfst du jetzt shoppen! Dein Welpe braucht mindestens ein Körbchen oder einen festen Schlafplatz. Dazu kommen ein Wassernapf, ein Futternapf, einige Hundespielsachen und eine weiche Fellbürste. Verzichte lieber auf Quietschspielzeuge, denn die scharfen Welpenzähne haben sie meist schnell durchlöchert. Was du auf jeden Fall brauchst: ein kleines Halsband und eine leichte Leine für die ersten Wege draußen.

Tipp: Kauf dir einen Welpen-Erziehungsratgeber und ein Fachbuch, das speziell von der Rasse deines Welpen handelt. Dieses Wissen wird dir in vielen Situationen weiterhelfen!

Welpensticks
Mini-Kauknoten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Scharfe Welpenzähne – die Hundebox hilft

Die spitzen Milchzähne deines Welpen sind ein guter Grund, dich vorab aufmerksam in deinen Räumen umzusehen. Den guten Teppich: erstmal wegräumen! Freiliegende Kabel: unbedingt verstecken oder in festen Kabelkanälen sichern! Denn: Kaum holt man die Wäsche aus dem Trockner oder schreibt etwas beim Telefonieren auf, schon kauen Welpen genau das an, was sie nicht sollen. Das kann gefährlich oder teuer werden.

Kauen ist allerdings eine gute Beschäftigung für deinen jungen Hund. Es hilft beim Zahnwechsel und baut Stress hab. Besorge also ein paar dünne Kauriegel im Fachgeschäft. Die großen harten Kauknochen sind noch nichts für ihn, doch es gibt viele Alternativen für Welpen. Damit möglichst nichts passiert, hat sich die Anschaffung einer Hundebox bewährt.

Darin weißt du deinen Welpen sicher, wenn du dich kurz auf etwas anderes konzentrieren musst. Eine Box kann eine echte Hilfe im Alltag sein. Sobald du deinen Liebling daran gewöhnt hast, ist sie für ihn wie eine sichere Höhle.

Tipp: Du kannst die Box nur für die erste Zeit in klein anschaffen oder du orientierst dich beim Kauf der Box an den wahrscheinlichen Maßen des ausgewachsenen Tieres. Ein Hund muss in seiner Box stehen und sich drehen können.

 

Deinen Welpen abholen – Herzklopfen auf beiden Seiten

Der große Tag ist da. Du darfst deinen Welpen beim Züchter abholen. Dann: Nichts wie los! Nimm Halsband und Leine mit und auf jeden Fall ein dickes Handtuch. Das Handtuch brauchst du für die Rückfahrt als Unterlage, weil Welpen ihren Schließmuskel noch nicht perfekt kontrollieren. So kann bei all der Aufregung etwas Pipi fließen.

Meistens gilt es beim Abholen des Welpen zuerst ein paar Formalitäten zu erledigen. Der Züchter oder Betreuer im Tierheim möchte sich sicher auch in Ruhe verabschieden und gibt oft noch ein paar Kleinigkeiten an Futter oder Spielzeug mit.

Tipp: Das vertraute Futter kann helfen, damit der Welpe sich durch einen langsamen Austausch nach und nach an deine Futtersorte Zuhause gewöhnt. So ändert sich für den Kleinen (und sein Verdauungssystem) nicht alles gleichzeitig.

 

Deinen Welpen abholen – die erste Fahrt im Auto

Nun geht es ab ins Auto. Ideal ist, den Welpen neben dir auf der Rückbank anzuschnallen oder in einer kleinen Transportbox neben dir sicher unterzubringen. Mach dir klar: Nun beginnt für deinen kleinen Hund ein riesengroßes Abenteuer. Vielleicht ist er noch nie in einem Auto gefahren und ganz sicher seid ihr für ihn noch vollkommen fremd. Wenn der kleine Kerl oder die kleine Maus auf der Fahrt unruhig ist und heult, ist das ganz normal. Angekommen im neuen Zuhause, bessert sich erfahrungsgemäß die Laune schnell.

Tipp: Mach dir klar, dass sich für den Welpen mit dieser Autofahrt alles ändert. Es ist darum gut, wenn der Züchter oder das Tierheim eine kleine Decke mitgibt, damit ein bisschen vertrauter Duft mit dem Hundebaby mitreist.

Transportbox
DOGGURT Sicherheitsgurt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erste Tage mit Welpe – sich aneinander gewöhnen

Willst du ein schönes Miteinander vom ersten Tag an? Dann denke daran, dass kein Tier und kein Mensch sich wie im Bilderbuch verhält. Ein junger Hund reagiert nicht immer so, wie es der Ratgeber schreibt oder wie du es von anderen gehört hast. Er reagiert auch nicht, wie der Welpe, den du vielleicht davor hattest. Jeder Hund hat eine eigene Persönlichkeit und sein eigenes Entwicklungs- und Lerntempo.

Ein zweiter grundsätzlicher Tipp: Denke daran, dein Welpe ist in einigen Monaten schon ausgewachsen. Je nach Rasse kann das ganz schön groß sein. Darum erlaube dem Welpen nichts, was du dem erwachsenen Hund verbieten willst. Ist dir ein ausgewachsener Labrador auf dem Sofa zu viel? Dann muss der Labi-Welpe auch unten bleiben! Ist dir ein ausgewachsener Australian Shepherd zu lebhaft, um ihn vorne im Auto mitfahren zu lassen? Dann geht auch der Aussie-Welpe von Anfang an in die Box im Kofferraum. Klingt einfach, dabei ist Konsequenz am schwersten – und doch der beste Weg zu jedem Erziehungsziel.

 

Erste Tage mit Welpe – endlich Spaziergehen?

Mit einem Welpen machst du noch keine Spaziergänge. Du gehst nach draußen, damit der Kleine sich lösen kann. Dafür nutzt du stets die gleiche Tür und führst ihn immer zuerst an die gleiche Stelle am Straßenrand oder im Garten. So lernt dein Welpe, wo er kleine und große Geschäfte erledigen darf. Passiert ihm mal ein Missgeschick im Haus, gehe wortlos sofort wieder mit dem Welpen an die Lösestelle draußen.

Lobe ihn, wenn er doch etwas macht. Der Gang nach draußen ist auch notwendig, wenn der kleine Kerl gefressen oder die kleine Maus geschlafen hat. Zur Dauer der Spaziergänge sagt man als Faustregel: 5-10 Minuten pro Lebensmonat.

Tipp: Im Haus sollte sich zwar nicht alles um den Welpen drehen, trotzdem muss immer ein Mensch in seiner Nähe sein. Einen Welpen kannst du nicht alleine lassen. Er braucht den engen Kontakt zu seiner neuen Familie und viel körperliche Nähe. Und damit dein Welpe versteht, zu wem er ab jetzt gehört, vertröste gespannte Besucher auf ein paar Tage später.

 

Erste Nächte mit Welpe – mehr Schlaf durch mehr Ruhe

Gerade die ersten Nächte mit Welpe können anstrengend sein. Der Kleine ist oft aus drei Gründen sehr unruhig: Er muss die neuen Eindrücke verarbeiten, er kann seine Blase noch nicht kontrollieren und schläft er zum ersten Mal ohne seine Mutter und seine Geschwister. Das Problem ist: Kommt dein Hundebaby nicht zur Ruhe, dann hält es dich zu nachtschlafender Zeit auch wach.

Was tun? Achte darauf, dass der Tag schon ab dem frühen Abend eher langweilig abläuft, lass deinen Welpen sich so spät wie möglich am Abend noch einmal lösen und lass ihn in deiner Nähe schlafen.

Tipp: Willst du deinen Hund nicht im Schlafzimmer haben, dann lege dich zu ihm in den Flur oder ins Wohnzimmer. Ein Hund lernt ziemlich schnell. Du hast diesen Extra-Aufwand nur an den ersten Tagen.

 

Welpen erziehen – Hundeschule, Welpenstunde, Alltagstraining

Wenn dein Hund langsam bei euch angekommen ist, kannst du schon erste Signale mit ihm üben. „Sitz!“, „Platz!“ und „Ins Körbchen!“ sind meistens die ersten Dinge, die gelernt werden, weil sie zum natürlichen Verhalten deines Lieblings gehören. Es ist aber auch wichtig, dass der Welpe sich an die Leine gewöhnt und an den spielerisch-friedlichen Kontakt mit Hunden verschiedener Rassen. Meldet euch bei einer Hundeschule oder einem Hundeverein zur Welpenstunde an.

Tipp: Woran erkennst du eine gute Welpenstunde? In dieser speziellen Trainingszeit geht es darum, deinen Welpen besser kennen zu lernen, kleine Alltagsübungen wie das Herbeirufen zu üben und erst zuletzt geht es um das Toben und Spielen mit den jungen Artgenossen.

In den ersten Wochen muss immer ein Mensch beim Welpen bleiben. Es ist der richtige Zeitpunkt, um mindestens zwei Wochen Urlaub zu nehmen. Gleichzeitig solltest du dir überlegen, woran du deinen Hund gewöhnen möchtest, weil es zukünftig zu seinem Alltag gehören wird. Vielleicht ist es Busfahren oder der Nachbarshund, den du öfter hütest oder der Lärm von der Schule gegenüber. Mach deinen Welpen mit allem langsam vertraut und zwar so, dass es für ihn ein positives Erlebnis ist. Dabei kann ein bisschen Futter immer helfen.