Ein Welpe zieht bei uns ein

Wenn sich ein Mensch oder eine Familie dazu entscheidet, einen Welpen bei sich aufzunehmen stellen sich eine Menge Fragen:

 

  • Soll es ein Hund von einem Züchter sein oder aus dem Tierheim?
  • Soll es ein Rassehund sein, wenn ja, dann welche? Oder entscheidet man sich für einen Mischling?
  • Habe ich genügend Platz um einen Hund zu halten?
  • Habe ich genügend Zeit?
  • Will ich wirklich mindestens 10 Jahre lang die Verantwortung für ein Tier übernehmen?
  • Erlaubt mein Vermieter einen Hund?
  • Kann ich mir einen Hund überhaupt leisten? Die Kosten sind mit Erstausstattung und Futter noch lange nicht bestritten. Hinzu kommen die Hundesteuer, Tierarztkosten und Versicherungen.
  • Kann ich Hundehaare im Haus tolerieren?
  • Was passiert wenn ich in Urlaub möchte?

 

Wenn diese Fragen geklärt sind, können die ersten Vorbereitungen getroffen werden.

 

Das Erste was vorhanden sein sollte ist eine Leine und ein Halsband. Da ein Welpe sehr schnell wächst, kann es eine ganz einfache Leine sein. Er wird sicher sehr bald rauswachsen und deshalb muss nicht allzu viel investiert werden. Die Leine sollte nicht zu schwer sein und nicht länger als 2 Meter. Sie muss natürlich zum Halsband passen, welches aus Nylon sein sollte. Ein leichtes Nylonhalsband, das stufenlos verstellbar ist, wird mit dem Hund mitwachsen und kann daher nicht nur ein paar Tage benutzt werden. Leine und Halsband sollten stabil sein, da sie nicht nur zum Gassi gehen benutzt werden.

 

Auch die Hundeerziehung wird mit Hilfe der Leine gestaltet. Eine Leine hält normalerweise nicht so lange wie ein Halsband. Viele Hunde knabbern sie gerne an. Aus diesem Grund sollte immer Reserve vorhanden sein. Beliebt sind sogenannte flexi® Leinen, die dem Hund viel Bewegungsfreiheit geben. In der ersten Zeit sind die jedoch nicht so sinnvoll, wie eine gute Führleine, an der der Vierbeiner die ersten Befehle lernen kann. Mit den Führleinen kann der Mensch viel leichter eingreifen und den Hund so erziehen. Das Aussehen einer Leine oder eines Halsbandes wird dem Tier sicher total egal sein. Auch wenn der Welpe noch klein ist, oder grade deshalb, sollte die Leine von Anfang an da sein. Je kleiner (jünger) der Hund, desto leichter gewöhnt er sich an Halsband und Leine.

 

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. Das ist nicht nur bei Menschen so. Auch Tiere haben das Bedürfnis nach Nahrung. Dazu braucht der neue Mitbewohner zwei Näpfe. Einen zum Fressen und einen für frischem Trinkwasser. Dieser Napf sollte auch immer gefüllt sein. An Materialien für einen Napf stehen Kunststoff, Keramik und Edelstahl zur Verfügung. Edelstahl wird hier gerne genommen, da es nicht zerbrechen kann wie Keramik und hygienischer als Kunststoff ist. Alle drei Materialien kommen in Frage und können ganz individuell genutzt werden. Die Näpfe sollen nur mit heißem Wasser gespült werden. Spülmittel oder andere Reinigungsmittel können zu Allergien bei Tieren führen, die es zu vermeiden gilt.

 

Nicht nur der Mensch ist ein Gewohnheitstier, auch Hunde halten an bestimmten Verhaltensweisen und Gewohnheiten gerne fest. Vor allem beim Futter sollte das Tier sehr behutsam umgewöhnt werden. Deshalb ist es gut, wenn das erste Futter vom Züchter mitgebracht wird. Sollte der Züchter kein Futter mitgeben, sollte er wenigstens Auskunft geben, was der Hund bisher gefressen hat. Der Welpe sollte auf keinen Fall zusammen mit dem Wechsel der Umgebung auch einen Futterwechsel mitmachen müssen. Haben Sie Probleme mit der Auswahl, rufen Sie uns einfach an.

 

Unsere Ernährungsexperten beraten Sie gerne (Service-Hotline: 04941-202220, Mo-Fr 8.00-20.00 Uhr, Sa 9.00-18.00 Uhr)

 

Zur Erstausstattung für einen Welpen gehört auch ein Hundekorb bzw. Liegeplatz. Er dient als Bett und als Rückzugsort, der kuschelig und bequem sein sollte. Schecker bietet verschiedene Möglichkeiten, dem Hund Geborgenheit zu geben. Hundehütten aus Stoff für den Innenbereich sind genauso beliebt, wie Hundekissen, Weidenkörbe und Kunststoffkörbe. Die persönlichen Vorlieben können hier voll ausgelebt werden. Das Hundebett soll auf jeden Fall der Größe des Hundes entsprechen. Sehr wichtig ist auch, dass die Polster herausnehmbar sind und bei hohen Temperaturen waschbar sind. Eine schmuddelige Hundedecke, die nicht waschbar ist, wird viele Krankheitserreger beheimaten, die Hund und Mensch schaden können.

 

Welpen lieben es, genau wie andere kleine Lebewesen, zu spielen. Aus diesem Grund sollte vor dem Einzug eines Welpen Spielzeug zur Verfügung stehen. Dabei genügt es, wenn der Vierbeiner ein Kuscheltier für die Nacht hat und etwas zum Herumtoben hat, das Geräusche von sich gibt. Das sollte für den Anfang genügen und den neuen Hausgenossen zufriedenstellen.

 

Jetzt kann der große Moment kommen, an dem der Welpe zum ersten Mal das Haus betritt. Dieser Moment ist für das Tier mindestens genauso aufregend, wie für die Menschen, mit denen der kleine Racker in Zukunft zusammenwohnen soll. Die ersten zwei Wochen sind sehr wichtig für das spätere Zusammenleben. Sollte der neue Hundehalter berufstätig sein, sollte er für diese Zeit unbedingt Urlaub nehmen. So kann es dem Welpen leichter gemacht werden, sich an die neue Umgebung und an die neuen Rudelmitglieder zu gewöhnen. Wichtig ist diese Zeit auch für die Sauberkeitserziehung des Hundes.

 

Der Hund braucht erst mal Zeit, um sich in der neuen Umgebung umzusehen. Er muss alles genauestens beschnuppern und untersuchen. Sollte der Hund in eine Familie kommen, dann müssen die Familienmitglieder dem kleinen Hund die Möglichkeit geben, sich in Ruhe umzuschauen und nicht sofort alle auf einmal auf ihn zustürmen. Besonders Kindern wird es schwer fallen, diese Geduld aufzubringen. Aber es würde den Hund nur verängstigen, wenn er in eine neue Umgebung kommt und gleich von zwei, drei, vier oder mehr neuen Menschen bestürmt wird.

 

Es sollte also ganz sanft mit dem Welpen umgegangen werden. Wichtig ist auch, dass der Mensch, der sich hauptsächlich mit dem Welpen beschäftigt, ihm seinen Schlafplatz zeigt. Am besten sollte der Hund gleich lernen, dass das Hundebett mit dem Kommando „Körbchen“ gemeint ist. Der Welpe sollte immer wieder in sein Körbchen gesetzt werden. Dort kann der Mensch sich mit ihm beschäftigen, mit ihm spielen. So wird es dem Hund leicht gemacht sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

 

Ein Welpe sollte 4 Mahlzeiten am Tag bekommen. Trotzdem ist es nicht sinnvoll ihn sofort, wenn er ankommt, zu füttern. Frisches Wasser sollte sofort und immer bereitstehen, aber das erste Fressen sollte erst nach der ersten Aufregung verabreicht werden. Nach dem Fressen sollte der Hund sofort nach draußen gebracht werden, damit er sich lösen kann. Um kleine Unfälle nicht zu provozieren, sollte dies auch nach dem Schlafen passieren. Junge Hunde sind genauso wie junge Menschen.

 

Sie werden in der ersten Zeit sehr viel schlafen und diese Ruhe brauchen die Welpen unbedingt. Um dem Welpen die ersten Nächte leichter zu machen, sollte das Hundebett in der Nähe vom Menschenbett stehen. Ist der Kleine sehr unruhig, kann ihm ein tickender Wecker helfen. Dieser sollte unter die Hundedecke gelegt werden. Das Ticken wird den Hund an den Herzschlag der Mutter erinnern und ihn beruhigen. Wenn diese Dinge beachtet werden, wird es dem Welpen sicher nicht schwerfallen sich einzugewöhnen.

 

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