Fellpflege beim Hund

Fellpflege beim Hund

Mit einer optimalen Fellpflege kann auch ein Hund die Haare schön haben. Ganz gleich, ob ein Hund kurzes, langes oder raues Haar hat, das Fellkleid muss gepflegt werden. Winter wie Sommer ist daher Fellpflege angesagt. Gerne darf es diesbezüglich auch mal ein Hundebad sein. Doch müssen Hundebesitzer aufpassen, denn nicht jede Fellpflege eignet sich für jeden Hund. Grundsätzlich mögen es Hunde, wenn sie ausgiebig gestriegelt und gebürstet werden. Besonders die kurzhaarigen Vierbeiner sind für diese Art der Fellpflege dankbar. Langhaarige Hunde hingegen schauen häufig nervöser aus, wenn es um das Haare bürsten geht. Denn bei ihnen kann es unter Umständen auch mal etwas schmerzhafter sein, wenn die Bürste allzu fest am Fell zieht.

 

Die Kurzhaarigen

Die Fellpflege bei Hunden mit kurzem Fell geht schnell. Zu den kurzhaarigen Hunderassen gehören zum Beispiel Beagle, Labrador oder Boxer. Sie genießen die wöchentliche Fellpflege mittels Bürste. Ebenso gerne mögen sie tägliche Streicheleinheiten mit einem speziellen Handschuh. Dieser ermöglicht es, Schmutz und lockere Haare aus dem Fell zu streicheln. Da Hunde Streicheleinheiten über alles lieben, wird bei dieser Art der Fellpflege die Bindung zwischen Hund und Mensch gefestigt. Zudem fördert das Striegeln die Durchblutung der Haut. Dies wiederum regt das Wachstum von schönem und vor allem gesundem Fell an.

 

Die Langhaarigen

Die Fellpflege bei langhaarigen Vierbeinern gestaltet sich etwas aufwändiger. Zu den langhaarigen Rassen gehören beispielsweise Collies und Sennenhunde sowie Scottish oder Foxterrier. Einige Hunderassen sollten alle drei Monate über das Kämmen hinaus auch getrimmt werden. Bei anderen Rassen muss der Kamm täglich zum Einsatz kommen. Bei langem Fell geschieht es häufig, dass es beim täglichen Ausbleiben des Kämmens, zunächst zu Haarknötchen kommt, die sich dann jedoch zu kleineren Filzpaketen verknüllen. Besonders geschieht dies unter den Achseln, am Hals und hinter den Ohren.

 

Muss das Scheren im Sommer sein?

Im Sommer werden die Temperaturen wärmer und wärmer, also bleibt nur noch die unausweichliche Möglichkeit, dem Hund das Fell zu scheren, damit er die Wärme besser erträgt. So denken viele Hundehalter. Doch muss sich der Hundehalter darüber im Klaren sein, dass er dem Hund damit einmal sein rassetypisches Aussehen nimmt und er zum anderen den Schutz gegen Witterungseinflüsse verliert. Denn neben Kälte verliert er auch den Schutz gegen die UV-Strahlung, was zu Sonnenbrand führen kann. Zudem gelangen blutsaugende Plagegeister wie beispielsweise Zecken viel schneller an die Haut. Auch bildet das Fell Schutz gegen dorniges Gestrüpp. Ein üppiges Fell hat seine Berechtigung, weshalb es nicht einfach bis zur Haut weggeschoren werden sollte.

 

Die sogenannte Sommerschur führt überdies dazu, dass das Wachstum des Deckhaars nur noch bedingt gut ist, die Unterwolle jedoch weiter wächst. Die Unterwolle kann jedoch nur gemeinsam mit dem Deckhaar die bereits genannten Schutzfunktionen übernehmen. Wer sich bezüglich dem Scheren und Trimmen unsicher ist, sollte sich beim Fachmann informieren oder anstatt zu scheren einfach nur zum Kamm greifen.

 

Kamm oder Schermaschine?

Bei langhaarigen Vierbeinern kann es immer zu unschönen Verfilzungen kommen, die zudem auch für den Hund unangenehm sind. Viel Geduld sowie ein Kamm sind nötig, um im Kampf gegen Verfilzungen am Ende als Sieger hervorzugehen. Doch mit viel Zeit sowie einigen Tricks wird auch der ungepflegteste Hund bald wieder vorzeigbar sein.

 

Nach einem ausgiebigen Spaziergang kommt zunächst ein grobzinkiger und danch ein feingezinkiger Kamm zum Einsatz. Damit der Hund durch lästiges Geziepe nicht nervös wird, hält man einzelne Haarsträhnen dicht an der Haut mit Daumen und Zeigefinger fest und erst hinter dieser Fixierung wird der Kamm angesetzt. Jetzt werden nach und nach die verwuselten Strähnen vorsichtig mit der Kammspitze aufgezogen und sanft ausgekämmt. Bestenfalls liegt der Hund bei diesem Vorhaben auf der Seite. Sind besonders verfilzte Haarpartien vorhanden, dann hilft letztlich nur noch der Einsatz einer Schere. Das Entfilzen kann schon mal über mehrere Tage gehen und fordern auch von dem Vierbeiner viel Geduld. Allerdings lohnt es sich. Regelmäßige Pflege hilft, solche mehrtägigen Einsätze zukunftig zu vermeiden. Wer seinem Hund das Fell doch ein klein wenig sommerlicher gestalten möchte, sollte mit einem extra dafür vorgesehenen Spezialkamm die Unterwolle auflockern. Anschließend kann das Deckhaar mit einer Haarschere gekürzt werden.

 

Der Kamm ist auf jeden Fall der Schermaschine vorzuziehen. Jede Hunderasse hat ihren Eigenschaften, auch bezüglich Felllänge und Fellbeschaffenheit. Es ist nicht der Sinn der Sache, dem langhaarigen Vierbeiner immer das Fell mit der Schermaschine derart zu kürzen, dass er seiner Hunderasse nicht mehr gerecht wird.

 

Ab und zu muss es die Badewanne sein

Wenn der Hund mal wieder etwas ?riecht? und sein Fell mit Matsch besprenkelt ist, dann ist ein Hundebad sinnvoll. Zu seiner Sicherheit sollte eine Badematte oder ähnliches in die Bade- oder Duschwanne gelegt werden. Das Wasser sollte handwarm sein und nachdem das Fell ausreichend nass ist, kann das Deckhaar vorsichtig mit einem Hundeshampoo eingeschäumt werden. Anschließend muss das Shampoo sorgfältig ausgespült werden. Bevor der klitschnasse Vierbeiner aus der Wanne darf, sollten ihm einige Schüttelrunden gestattet werden. Je weniger nass das Fell ist, desto kürzer dauert das anschließende trocknen mit Handtuch und Föhn.

 

Bei kurzhaarigen Hunden reicht es meist aus, ihn kräftig abzurubbeln und nur kurz zu föhnen. Wie grundsätzlich bei der gesamten Fellpflege, so bedarf das Trocknen von langem Fell einer aufwändigeren Betreuung. Bei den langhaarigen Vierbeinern heißt es nicht direkt zu rubbeln, sondern sie müssen zunächst mit einem Handtuch bedeckt und dann vom Rückenscheitel beidseitig in Richtung Bauch die Feuchtigkeit nach unten ausgestrichen werden. Auf diese Weise wird verhindert, dass das Haar verfilzt. Bei dieser Aktion können auch schon mal mehrere Handtücher verbraucht werden. Beim Föhnen wird nur mittlere Wärme gewählt und die warme Luft in Haarwuchsrichtung gepustet. Dies verhindert ebenfalls erneutes Verfilzen des Haares. Nach vollständigem Trocknen darf das Fell wieder gekämmt werden. Jedoch ist es besser, einen Tag damit zu warten.

 

Eine Anmerkung zum Hundeshampoo: Hier sollte nicht das eigene Shampoo verwendet werden, denn die Hundehaut hat einen anderen ph-Wert als die des Menschen. Die Haut des Hundes würde bei Verwendung herkömmlicher Shampoos oder Duschgels austrocknen. Die Zusätze wie Parfüm könnten sogar eine allergische Reaktion auslösen. Besser ist ein spezielles Hundeshampoo, das es im Fachhandel gibt.

 

Für die richtige Fellpflege sind die folgenden Utensilien empfehlenswert: Fellkamm, Fellbürste, Fellschere, Entfilzungsharke, Unterwollbürste, Hundeshampoo. Dies ist nur eine Auswahl, im Fachhandel für Hundebedarf gibt es noch weitere hochwertige Pflegeprodukte.