Giftige Lebensmittel

Zu früheren Zeiten wurde der Hund gerne als Reste-Verwerter genutzt. Zum Glück kommt dies in der heutigen Zeit nicht mehr allzu häufig vor, obwohl immer noch so manch übrig gebliebene Speise im Futternapf des Hundes landet. Jedoch sollte ein Hund nicht alles fressen, da einige Lebensmittel, die der Mensch verträgt, giftig für ihn sein können. Hundehalter sollten daher Acht geben, denn die Gefahren für den Hund lauern überall. Im Winter, wenn es um die Weihnachtstage herrlich nach den köstlichsten Leckereien duftet, läuft nicht nur den Menschen das Wasser im Mund zusammen.

 

Auch für den Hund duftet es extremst lecker. Im Sommer lockt Grillgut den Hund aus jeder noch so weit entfernten Ecke hervor. Eine Hundenase erschnüffelt überall Fressbares und einmal nur kurz nicht aufgepasst, ist es auch schon passiert, dass der Hund etwas erwischt, was er nicht fressen darf. Ein Hundemagen verträgt eben nicht alles, was beim Menschen auf den Tisch kommt. Im Ernstfall muss der Hundebesitzer dann in der Lage sein zu erkennen, ob eine Vergiftung beim Hund vorliegt.

 

Gerade im eigenen Heim lauern viele sogenannte Futterfallen für den Hund. Schokolade, Chips, Gegrilltes oder Knochen von Steak oder Huhn. Was dem Menschen schmeckt, hat für den Hund oftmals fatale Folgen. Nicht immer bekommen Hundebesitzer mit, wenn der Hund falsche Lebensmittel bekommt. Da sind die Kinder, die dem Hund heimlich etwas geben. Oder die Oma, die nur das Beste für den Hund will und ihm ein Stück Schokolade zuschiebt. Viel häufiger als man denkt, kommt dies in der Realität vor. Grundsätzlich sollte nicht nur der Hund Erziehung erfahren, sondern auch die Mitmenschen. Und wenn Uneinsichtige dem Hund trotz aller Warnungen immer wieder etwas zustecken, dann sollten Hundebesitzer ihn einfach nicht mehr mitnehmen.

 

Selbstverständlich ist es zunächst wichtig, dem Hund eine gute Erziehung zukommen zu lassen. Denn ein Hund, der nichts vom Tisch klaut und auch nichts am Wegrand aufnimmt, kann sich prinzipiell nicht vergiften. Im Internet gibt es derweil viele unterschiedliche Informationen zu Lebensmitteln, die von Hunden nicht gefressen werden sollen. Dies beunruhigt Hundebesitzer und lässt die Sorge meist wachsen. Wichtig zu wissen ist nur eines: Viele Lebensmittel haben giftige Auswirkungen, doch auch auf Menschen und hier insbesondere Kinder. Doch letztlich ist es die gefressene Menge, die meist den Unterschied macht. Hinzu kommen eventuelle Vorerkrankungen des Hundes. Unterschieden werden muss zudem zwischen Giftigkeit und Schädlichkeit, also der Gefahr von einer Erkrankung bestimmter Organe nach häufigem Essen.

 

Die nachfolgende Aufzählung führt auf, was dem Hund schaden kann und was er gar keinen Fall bekommen sollte.:

 

  • Alfalfa-Sprossen stehen im Verdacht, den Östrogenhaushalt zu beeinflussen, da sie davon reichlich besitzen, wie viele andere Pflanzen auch. Dennoch sollten die Sprossen nicht gänzlich verteufelt werden, denn in geringen Mengen können sie als Nahrungsergänzung eingesetzt werden.

 

  • Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass man einem Hund keinen Alkohol zum Trinken reicht. Allerdings kann dies unbewusst geschehen, da viele pflanzliche sowie auch homöopathische Tropfen als Lösungsstoff hochprozentigen Alkohol enthalten. Wer diese Mittel benutzt, sollte daher Vorsicht walten lassen.

 

  • An den Kernen der Avocado kann ein Hund ersticken. Zudem bekommt ihnen das Fruchtfleisch nicht. Jedoch ist das Thema „Avocado bei Hunden“ selbst unter Tierärzten umstritten.

 

  • Hunde sollten niemals Knochen von Geflügel bekommen, ganz gleich, ob diese gekocht oder roh sind. Die Knochen sind sehr dünn, können splittern und im Hals des Hundes stecken bleiben. Außerdem führt häufiges Füttern von Knochen zu Verstopfung, was für den Hund sehr unangenehm ist und ihn chronisch krank machen kann.

 

  • Macadamianüsse sowie Walnüsse enthalten reichlich Phosphor. Für Hunde mit Erkrankungen der Nieren sind sie nicht geeignet. Zudem sind sie für Hunde einfach zu fett.

 

  • Für Hundemägen sind größere Mengen von Käse und Milch nicht geeignet. Denn wie auch bei einigen Menschen der Fall, vertragen Hunde keine Laktose.

 

  • Steinobst birgt die große Gefahr, dass der Hund scharfkantige Obstkerne verschluckt. Dabei könnte die Darmschleimhaut verletzt werden. Isst der Hund größere Mengen an Steinobst, können die Kernen sogar zu einem Darmverschluss führen. Bei einer kleinen Hunderasse reicht hierzu oftmals schon ein einziger Kern. Doch damit nicht genug. Wird der Kern zerbissen, wird die im Kern enthaltene Blausäure freigesetzt. Diese ist für Hund und Mensch giftig. Daher am besten gänzlich die Finger von Steinobst lassen und diese niemals dem Hund geben.

 

  • Rohe Bohnen sind für den Hund tabu. In gekochtem Zustand können sie allerdings vom Hundemagen gut verdaut werden. Die rohe Bohne enthält das Gift Phasin, welches in der Lage ist, die roten Blutkörperchen zu verkleben.

 

  • Rohes Schweinefleisch kann das tödliche Aujeszky Virus enthalten. Ist ein Hund einmal daran erkrankt, gibt es keine Rettung mehr für ihn. Die Gefahr geht hier vor allem vom Wildschweinefleisch aus. Das Risiko einer Erkrankung kann nur dadurch verhindert werden, indem man dem Hund einfach kein rohes Schweinefleisch reicht.

 

  • Salziges ist für den Hund tabu. Gewürztes Fleisch sowie die beim Menschen beliebten salzigen Knabbereien sind nichts für den Hund. Herz und Nieren leiden unter großen Mengen Salz.

 

  • Schokolade und Kakao sind ebenfalls tabu. Denn das darin enthaltene giftige Theobromin wird dann gefährlich, wenn Hunde kleiner Rassen eine ganze Tafel stibitzen.

 

  • Zu fette Essensreste oder grundsätzlich zu fettes Essen wie zum Beispiel Speck oder Hühnerhaut sollte dem Hund nicht gefüttert werden. Daraus resultieren könnten: Stoffwechselerkrankungen, Erkrankungen der Niere und der Bauchspeicheldrüse.

 

  • Süßstoff beispielsweise in Kaugummis und Bonbons vertragen Hunde häufig nicht.

 

  • Nachtschattengewächse wie Tomaten, rohe Auberginen oder rohe Kartoffeln enthalten im rohen Zustand den Giftstoff Solanin und haben im Hundemagen nichts verloren.

 

  • Trauben und Rosinen enthalten Oxalsäure. Durch diesen Giftstoff können größere Mengen von Trauben und Rosinen bei einigen Hunderassen zu tödlichem Nierenversagen führen.

 

  • Zwiebeln in rohem, gekochtem oder getrocknetem Zustand enthalten Schwefelstoffe. Diese können die roten Blutkörperchen des Hundes zerstören.

 

Gefahren, die beim täglichen Gassigehen auf den Hund lauern

 

Im Freien lauern ebenfalls viele Gefahren für den Hund. Gerade wenn ein Hund nicht an der Leine läuft, muss der Hundebesitzer besonders wachsam sein. Eine Hundenase darf niemals unterschätzt werden. Sie erschnüffelt tatsächlich noch im entferntesten Winkel Fressbares.

 

Weniger Vorsicht ist geboten bei Giftpflanzen am Wegrand wie beispielsweise Goldregen, Finger- und Eisenhut, Engelstrompete, Rittersporn oder Tollkirsche. Ein Hund frisst selten Pflanzen. Allergisch reagieren können Hunde auf Insekten- oder Schlangenbisse, zum Beispiel von der Kreuzotter. In Gebieten, in denen häufig Rattengift eingesetzt wird, ist es nicht selten, dass ein Hund eine Vergiftung davonträgt. Die präparierten Köder werden teilweise absichtlich so platziert, dass ein Hund sie ohne weiteres aufspüren und fressen kann.

 

Das Fressen von Kot und Aas sollte grundsätzlich unterbunden werden. Eine richtige Erziehung ist Grundvoraussetzung, dass ein Hund nichts frisst, was nicht für ihn gedacht ist. Vergiftungen, Schädigungen oder sonstige Erkrankungen können vermieden werden, wenn dem Hund eine ordentliche Erziehung zukommt. Bei jeglichen Anzeichen einer Vergiftung oder Unwohlsein sollte schnellstmöglich der Tierarzt aufgesucht werden.