Hundefutter und die Inhaltsstoffe

Viele Hundebesitzer fragen sich: „Auf welche Inhaltsstoffe sollte ich bei einem guten Hundefutter achten?“ Diese Frage ist berechtigt, denn mittlerweile ist bezüglich Tierfutter ein gigantischer Markt herangewachsen, und jeder Hersteller möchte gern etwas von dem großen Kuchen abhaben. Fast 7 Millionen Hunde in Deutschland stehen täglich bei ihren Besitzern vor dem leeren Fressnapf und warten sehnsüchtig auf ihre Mahlzeit. Dafür geben die Besitzer jährlich viel Geld aus. Leider jedoch wissen die wenigsten von ihnen, was ein gutes Hundefutter eigentlich können muss. Sind im Futter viele Nährstoffe enthalten und schmeckt es dem Tier, dann ist es wohl ein gutes Futter, so die Meinung vieler.

 

Die passende Futtermischung für den eigenen Hund zu finden, stellt sich als eine Wissenschaft dar. Daher ist jedem Hundehalter zu empfehlen, sich bei einem Tierarzt genau über das Thema zu informieren. Schließlich benötigen Welpen ein anderes Futter als erwachsene Hunde. Und diese haben wiederum andere Bedürfnisse als die Senioren. Hunde benötigen beispielsweise Spurenelemente wie Eisen, Mangan, Zink, Kobalt, Jod, Selen sowie Kupfer für die Blutbildung, Gefäße, Haare und Zähne. Darüber hinaus benötigen sie selbstverständlich auch Vitamine wie B1 für Nerven und Haut. Mineralstoffe brauchen sie in größerer Menge. Dazu gehören Kalzium, Phosphor sowie Magnesium. Bei Kalzium und Phosphor ist auf das passende Verhältnis zu achten. Letztlich werden für Haut, Fell und Leber Fettsäuren wie die Linolsäure benötigt, sowie Eiweiß für Muskeln und Herz.

 

Laut diverser Tests, in denen zahlreiche Sorten Hundefutter auf ihre Inhaltsstoffe getestet wurden, wird davon ausgegangen, dass ein Alleinfutter den Nährstoffbedarf des Hundes abdecken kann. Und nicht immer muss es das teuerste Futter sein, denn auch günstigere Produkte machen den Hund satt, ohne ihm zu schaden. Immer mehr jedoch wird auch auf minderwertige Inhaltsstoffe hingewiesen, die Allergien auslösen können. Liegt eine Allergie beim Hund vor, sollte die Ursache von einem Tierarzt festgestellt werden. Die Fütterung von einem speziellen Hundefutter macht in solchen Fällen Sinn.

 

Möglichkeiten der Fütterung

 

Das Angebot an Hundefutter ist heute schier unendlich. Hundehalter haben die Wahl zwischen Nassfutter, Trockenfutter, halbfeuchtes Futter und vielem mehr. Darüber hinaus hat jeder die Möglichkeit, seinem Hund Selbstgekochtes zu füttern oder auch zu „Barfen“. Beim Barfen handelt es sich um Rohfütterung. Jedem Halter obliebt es selbst, die für seinen Hund und für sich selbst beste Variante zu wählen.

 

Ein gutes, hochwertiges Trockenfutter ist ausgewogen und benötigt keine Zugabe von Vitaminen oder Mineralien. Denn dadurch erst wird ein Futter unausgewogen und schadet auf lange Sicht, vor allem im Wachstum. Ein gutes Nassfutter enthält grundsätzlich ebenfalls alles, was der Hund braucht. Allerdings mundet dem Hund das Nassfutter besser als Trockenfutter. Dies liegt am hohen Wasseranteil, der die Konsistenz und den Geruch des Nassfutters für den Hund schmackhafter macht. Dem entgegen stehen die Kosten, denn Nassfutter ist meist teurer. Mengenmäßig gibt man dem Hund vom Nassfutter mehr und man bezahlt überdies jedes Mal die Verpackung mit, also die Dose.

 

Die Inhaltsstoffe

 

In einem guten Hundefutter sollte Fleisch der Hauptbestandteil sein und nicht Getreide. Für den Hundebesitzer lohnt immer ein Blick auf die Zutatenliste. Diese werden in der Reihenfolge nach Menge in der Packung beziehungsweise Dose aufgelistet. Das heißt, was an erster Stelle steht, davon ist am meisten enthalten. Zu beachten ist hier jedoch, dass Fleisch bereits vor dem Trocknen gewogen werden darf. Die Angabe der Menge ist dann natürlich höher, als wenn das Fleisch dann in getrockneter Form dem Futter zugeführt wird.

 

Was ein gutes Futter nicht braucht

 

Grundsätzlich ist Vorsicht bei ungenauen Inhaltsangaben geboten, wie zum Beispiel bei den tierischen Nebenerzeugnissen. Hier ist wichtig zu wissen, um was es sich genau handelt. Denn Nebenprodukte in Lebensmittelqualität sind grundsätzlich als Ergänzung in Ordnung. Der Verbraucher allerdings muss sich auf den Hersteller verlassen, denn vielfach entfallen genaue Angaben über die Nebenprodukte in der Zutatenliste. Haben Nebenprodukte Lebensmittelqualität sind diese unbedenklich. Im anderen Fall handelt es sich oft um Schlachtabfälle, die nicht geeignet sind. Ebenfalls handelt es sich bei pflanzlichen Nebenerzeugnissen meist um alle möglichen pflanzlichen Abfälle minderer Qualität.

 

Stehen auf der Zutatenliste an erster Stelle Getreide, Mais oder andere Getreidesorten, dann sollte Abstand vom Kauf genommen werden, da es sich hierbei nicht um ein hochwertiges Futter handelt. Getreide wird Tierfutter häufig als günstiger Füllstoff beigefügt. Getreide im Futter braucht kein Hund. Vorsicht ist bei Angaben geboten, bei denen die Gesamtmenge an Getreide nicht ganz deutlich wird. Denn viele Hersteller geben auch Mais, Reis, Maismehl, Reiskleie, Maisgluten, Maiskleber, Gerse und vieles mehr an. Dadurch ist der Gesamtanteil an Getreide deutlicher höher, als es vom Verbraucher auf den ersten Blick wahrgenommen wird. Selbstverständlich hat Zucker nichts im Hundefutter verloren. Es ist aber häufig enthalten, vor allem in den billigen Produkten und auch in Leckerlis sowie Kauknochen.

 

Die ungenauen Angaben machen dem Verbraucher zusätzlich Kopfzerbrechen. Bei hochwertigem Futter wird genau aufgeführt, welches Fleisch und in welcher Menge enthalten ist und geht auf die pflanzlichen Teile ein. Ungenaue Angaben sind zum Beispiel „Öle und Fette“. Um welche Öle und Fette handelt es sich? Auch die Angabe „Pflanzliche Nebenprodukte, Getreide“ gibt keine Antwort auf die Frage, um was es sich genau handelt. Was ebenfalls kein Mensch und kein Tier benötigt, sind Farb- und Aromastoffe.

 

Verträgt ein Hund das Hundefutter gut, sieht man es ihm an. Glänzendes Fell, eine schöne Haut ohne Schuppen, ein angenehmer Gerucht sowie fester Kot zeigen dem Hundehalter, dass sein Hund das Futter gut verträgt. Dennoch kann auch ein gutes Futter ergänzt werden, um dem Hund ab und zu etwas Abwechselung in den Speiseplan zu bringen. Hochwertige Öle eignen sich als Ergänzung. Sonnenblumenöl, Leinöl, Distelöl und Olivenöl sind Beispiele geeigneter Öle. Darüber hinaus darf es auch mal Obst und Gemüse in pürierter Form sein. Püriert aus dem Grund, da Hunde die Zellwände von Obst und Gemüse nicht verdauen können.

 

Damit die fettlöslichen Vitamine verwertet werden, ist ein Schuss Öl notwendig. Worüber sich ein Hund besonders freut, das ist Fleisch. Dieses darf roh gegeben werden, wobei von Schweinefleisch Abstand genommen werden sollte. Zudem ist aus Gründen der besseren Verdauung darauf zu achten, rohes Fleisch nicht mit Trockenfutter zusammen zu füttern. Verträgt ein Hund Milchprodukte, dann darf es ab und zu auch mal etwas Magerquark, Käse oder Naturjoghurt sein. Für jede Abwechselung im Speiseplan ist ein Hund dankbar, denn der Mensch mag auch nicht jeden Tag dreimal das Gleiche essen wollen.