Körpersprache: Meinen Hund lesen lernen!

Körpersprache bei HundenUm seinen Hund richtig „lesen“ und verstehen zu können, gilt es stets das ganze Tier zu betrachten, nicht nur ein Körperteil. Ein Beispiel dafür ist die Rute. Wedelt die Rute, dann ist ein Hund nicht immer fröhlich. Denn falls die Rute des Hundes hoch aufgestellt ist und sich nur langsam bewegt, während das Tier insgesamt starr und steif wirkt, dann ist das ein klares Droh-Signal.

 

Ein drohender oder angriffsbereiter Hund versucht immer, sich größer zu machen – wie mit dem Aufstellen des Nackenfells. Bemerken Sie also, dass zwei Hund sich mit breiter Brust und wie in Zeitlupe begegnen, unterbrechen Sie die Spannung. Klatschen Sie, singen Sie und starren Sie die beiden Tiere nicht noch zusätzlich an.

 

Bei eher unterwürfigem, beschwichtigendem Verhalten gilt das Gegenteil. Alles wird eher klein gemacht – die Augen zugekniffen, die Ohren angelegt, der Kopf gesenkt, die Rute unter dem Bauch versteckt. Dazu kommen noch wichtige Höflichkeits-Signale, wie sich in Schlangenlinien dem anderen Hund zu nähern. Darum führen Leinen-Begegnungen eher zu Ärger, weil sich die angeleinten Hunde zu frontal begegnen.

 

Im Spiel üben gerade junge Hunde übrigens ihr gesamtes körpersprachliches Repertoire, so dass mal der eine, mal der andere „oben auf“ sein darf. Das hat dann überhaupt nichts mit veralteten Dominanz-Konzepten zu tun.