Tipps gegen Zecke, Floh und Co.

Bei Zecke, Floh und Co. handelt es sich um lästige Viecher, die niemand wirklich braucht. Prinzipiell hat jedes Lebewesen einen Sinn, ganz gleich wie es dem Menschen auch erscheinen mag. Allerdings hat sich die Evolution bei Zecke, Floh und Co. einen Fehler geleistet. Denn sie sind wirklich zu gar nichts gut, außer, dass sie Krankheiten übertragen. Vor allem ist hier die Rede von der Zecke, die für zahlreiche Erkrankungen bei Tieren und Menschen verantwortlich sind. Jährlich im Frühjahr, wenn die Zeckensaison beginnt, fragt sich der Hundehalter: „Gibt es überhaupt wirksamen Zeckenschutz?“

 

Anfälligkeit für Zecken

 

Die Anfälligkeit ist von Hund zu Hund verschieden. Jeder kann befallen werden, dennoch liegt ein Unterschied zwischen den Hunderassen. Beispielsweise sind Hunde mit sehr kurzen Haaren weniger betroffen, als diejenigen mit längeren Haaren. Der Grund ist relativ einfach: Zecken verstecken sich gerne. Diesbezüglich sind sie auch sehr schlau, denn um sich mit dem Blut des Hundes vollzusaugen, benötigen sie einige Stunden, wenn es sich um Zecken-Männchen handelt.

 

Bei den Zecken-Weibchen kann es sogar Tage dauern. Je besser sich die Viecher verstecken können, umso schwieriger werden sie entdeckt und umso mehr besteht die Gefahr der Übertragung einer Krankheit. Ein Hundebesitzer muss sich zur Aufgabe machen, das Fell des Hunds nach jedem Spaziergang auf Zecken hin zu untersuchen. Bei kurzhaarigen Hunden geht das relativ schnell. Bei langem Fell wird es oft schwieriger, Zecken zu erwischen.

 

Was hilft gegen Zecken

 

Gibt es einen wirksamen Zeckenschutz? Diese Frage beschäftigt jeden Hundebesitzer. Zeckenschutz gibt es, und zwar drei Arten davon. Neben den sogenannten biologischen beziehungsweise natürlichen Mittel, gibt es die chemischen Mittel aus dem Fachhandel und zuguterletzt medizinische Mittel, die nur über den Tierarzt bezogen werden können. Und eigentlich steigt die Wirksamkeit der genannten Mittel in der gleichen Reihenfolge an.

 

Bei allen Produkten gibt es solche, die eingenommen werden und andere, die auf dem Körper wirken. Es ist für den Verbraucher sehr schwer einzuschätzen, welche Mittel tatsächlich gegen Zecken helfen. Schaden die Produkte am Ende eventuell mehr, gerade wenn es sich um chemische Mittel handelt?

 

Der biologische oder natürliche Zeckenschutz ist leider vielfach reine Glaubenssache, denn die Wirksamkeit derer hängt meist vom Hund ab. Ein relativ unempfindlicher Hund benötigt einen geringeren Schutz. Die folgenden natürlichen Mittel sind die am meisten verbreiteten: Teebaumöl, Geranienöl und Lavendelöl, um nur einige zu nennen. Den Ölen wird jedoch nur eine geringe abwehrende Wirkung nachgesagt. Ein wenig Schutz ist vorhanden, denn die Öle enthalten Wirkstoffe, die gegen Insekten durchaus wirken, aber eben nur gering.

 

Ein wenig mehr Wirkung versprechen dahingegen Zeckenschutzmittel aus dem Fachhandel. Dazu gehören zum Beispiel Zecken- und Flohhalsbänder oder Shampoos und Puder. Gegen das lästige Ungeziefer erweisen sich die Halsbänder als mittel bis stark wirkungsvoll. Der Wirkstoff am Halsband wird vom Hund über das Fell oder die Fettschicht der Haut aufgenommen. Die Konzentration des Wirkstoffes ist bei den frei verkäuflichen Mitteln eher gering gegenüber den Produkten, die man beim Tierarzt erhält.

 

Der Anteil an Wirkstoffen ist bei medizinischen Produkten höher, sie sind jedoch nur über den Tierarzt für den Hundehalter zugänglich. Auch beim Tierarzt gibt es Halsbänder und Spot-On’s, Shampoos und Puder, wobei die Wirksamkeit höher ist als bei den frei verkäuflichen Produkten im Fachhandel. Allerdings, und das muss man auch beachten, sind die Nebenwirkungen deutlich stärker. Denn bei dem Gift handelt es sich um Bienen- und Fischgift. Wer seinen Hund mit solchen Zeckenschutzmitteln behandelt, darf diesen nicht in natürliche Gewässer lassen. Leider wissen das die wenigsten Hundebesitzer oder sie halten sich nicht dran. Alternativ zu den äußerlich anwendbaren Produkten gibt es Kautabletten, welche den Hund drei Monate lang vor Zecken schützen sollen und die Umwelt nicht gefährden.

 

Dennoch ist zu bedenken, wird der Hund von einer Zecke gebissen und erkrankt, dann wird er um eine medikamentöse Behandlung nicht umhinkommen. Die Folge ist, dass ihm dann ein Vielfaches an Chemie verabreicht wird. Ein wirksamer Zeckenschutz, auch wenn es sich dabei um die chemische Keule vom Tierarzt handelt, ist „erträglicher“ als eine Erkrankung des Hundes in Kauf zu nehmen.

 

Unabhängig von allen genannten Schutzmaßnahmen ist der wirkungsvollste Schutz immer noch das Kontrollieren des Fells nach jedem Spaziergang und jedem Rumtollen im Garten. Je schneller die Zecke vom Hund weg ist, desto geringer die Gefahr einer Erkrankung.

 

Der Hund kratzt sich häufiger als sonst – Flöhe?

 

Ein Flohbefall wird von jedem Hundehalter gefürchtet. Leider kann ein solcher Befall lange unbemerkt bleiben. Denn nicht jeder Hund mit Flöhen kratzt sich intenstiv. Daher ist es wichtig, von Zeit zu Zeit mit einem feinzinkigen Kamm sowie einem feuchten Tuch sicherzustellen, ob ein Flohbefall vorliegt. Kontrolliert wird an mehreren Stellen und das Kämmen erfolgt am besten entgegen der Wuchsrichtung. Danach wird der Kamm auf dem Tuch ausgeklopft. Die ausgekämmten Partikel müssen dann auf dem Tuch zerrieben werden. Hat der Hund Flöhe, dann würde sich der Kot der Flöhe rostbraun färben. Dieser Test sollte auch dort gemacht werden, wo sich der Hund gerne und oft aufhält, beispielsweise auf der Hundedecke im Körbchen.

 

Der Floh zählt zu den sehr resistenten Parasiten. Es muss meist zu einer Kombination von chemischen Insektiziden und Entwicklungshemmern gegriffen werden. Am besten informiert man sich über dieses heikle Thema beim Tierarzt. Denn etwa 95 Prozent der Flöhe befinden sich nicht am Tier, sondern exisiteren in Form von Eiern, Larven und Puppen in seiner unmittelbaren Umgebung. Das bedeutet, dass nicht nur der Hund behandelt werden muss, sondern es müssen alle Decken, Körbchen gewaschen und die komplette Wohnung gründlich gesaugt werden. Präparate, die Flöhe bekämpfen, sind in unterschiedlichen Formen erhältlich. Zu einer Wurmkur wird ebenfalls geraten, da Flöhe auch Bandwürmer übertragen können.

 

Eine Prophylaxe ist bei Flöhen möglich. Einige moderne Produkte wirken vorbeugend und bieten sicheren Schutz. Hier sind wiederum Spot-On-Produkte, Halsbänder, Shampoos, Puder oder Tabletten zu nennen, die vom Tierarzt erhältlich sind. Der Tierarzt berät zu Ungezieferbefall und informiert über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Behandlungsmethoden.

 

Läuse bei Hunden

 

Läuse quälen nicht nur die Zweibeiner, sondern häufig auch Hunde. Zwar kommt ein Läusebefall weniger häufig vor als ein Flohbefall, doch auch diese Quälgeister lösen Beschwerden wie Juckreiz oder Allergien aus. Helfen kann auch im Fall von Läusebefall der Tierarzt. Im Allgemeinen werden Läuse mit insektizidhaltigen Badezusätzen oder Sprays bekämpft. Beim Lausbefall ist unbedingt auf eine gründliche Nachsorge zu achten. Viele der Produkte gegen Läuse töten diese zwar, jedoch nicht ihre Eier. Daher muss die Behandlung unbedingt nach zwei bis drei Wochen wiederholt werden. Ebenfalls müssen alle Decken gewaschen, mit denen der Hund in Berührung kommt.