Krallen schneiden beim Hund – selber machen oder machen lassen?

Wie schneide ich meinem Hund richtig die Krallen?Hundekrallen schneiden? Laufen die sich nicht von alleine ab?!

Hundekrallen wachsen wie unsere Fingernägel – ein Leben lang. Rennt dein sportlicher Jagdhund oder fröhlicher Pudelmix in der Stadt viel über feste Böden, schleifen sich die Krallen automatisch ab. Leben Labbi oder Westi bei dir eher ländlich, führen eure täglichen gemeinsamen Wege durch den Wald oder an Feldern entlang. Der weiche Boden lässt die Krallen einsinken und stoppt das Wachstum nicht. So hörst du irgendwann, wie die Hundekra

llen auf Fliesen oder Parkett bei jedem Schritt klicken. Es wird Zeit bei deinem Hund die Krallen zu schneiden oder das Krallenschneiden zu geringen Kosten bei Tierarzt oder Hundefrisör machen zu lassen.

 

Hundekrallen ohne Bodenkontakt – aber mit Leben!

Für die Krallenpflege von Rex, Luna und Balu gilt die Faustregel gilt: Die Krallen sollen beim gerade stehenden Hund den Boden nicht berühren. Wie oft man die Hundekrallen dementsprechend schneiden muss, hängt allerdings auch vom Alter des Hundes ab. Je jünger der Vierbeiner, desto schneller wachsen die Krallen. Ein monatlicher Pfotencheck ist auf jeden Fall sinnvoll. Denn zu lange Krallen können für deinen Liebling schmerzhaft werden und zu Haltungsschäden führen. Darum achte beim Krallenschneiden gut darauf.

Die Krallen des Hundes sind aus Horn und können deswegen eigentlich problemlos gekürzt werden. Doch sei vorsichtig: Innerhalb jeder Kralle gibt es das „Leben“ aus Nervenbahnen und Blutgefäßen. Wenn man das verletzt, tut es deinem Hund weh und es blutet relativ stark. Bei Vierbeinern mit hellen, durchsichtigen Krallen kann man das  rosafarbene Leben gut erkennen, gerade wenn man die Krallen im Gegenlicht von Fenster oder Lampe anschaut. Bei dunklen oder schwarzen Krallen muss man entsprechend blind schneiden und darum noch vorsichtiger kürzen.

Tipp: Stell vor dem Krallenschneiden beim Hund eine kleine Schale mit etwas Mehl bereit. Falls du wirklich aus Versehen ins Leben schneiden solltest, schnell die Pfote ins Mehl drücken. Das stillt die Blutung. Zudem lege dir eine Rolle Küchenpapier parat, um anschließend die blutende Pfote damit zu umwickeln. Das Schneiden ins Leben ist nicht gewollt, doch es passiert leider manchmal und die Blutung hört schnell wieder auf. Lass dich davon nicht entmutigen.

 

Dein Liebling hasst das? Hunde-Krallenschneiden als Teamwork!

Wenn dein Hund unruhig ist oder unwillig, seine Krallen kürzen zu lassen, dann bleib du um so ruhiger. Bedenke: Ein Hund, der sich bedrängt fühlt, weiß sich oft nicht anders zu helfen, als zu knurren oder zu schnappen. Von daher dränge deinen Hund beim Krallenschneiden nicht in eine Ecke. Besser ist, den Hund in der Mitte eines Raumes zu behandeln. Du kannst ihn auch auf einen fest stehenden Tisch heben, so kommst du besser an die Krallen heran.

In jedem Fall ist es sinnvoll, wenn eine zweite Person dazu kommt und dir hilft. Sie kann den Hund etwas festhalten, beruhigen oder ihm mit ein paar besonderen Leckerlis die Situation versüßen.

Die Erfahrung zeigt, die Vorderpfoten kann man gut kürzen, wenn der Hund sitzt und die Hinterpfoten, wenn er auf einer Seite liegt. Natürlich kann der Hund auch die ganze Zeit stehen oder liegen. Die Hauptsache ist, dein Liebling hält möglichst ruhig. Und vergiss nicht das Kürzen der s

eitlichen Wolfskrallen.

Tipp: Übe mit deinem Hund, vor allem wenn er noch jung ist, sich überall, auch an den Pfoten, Krallen und zwischen den Ballen anzufassen zu lassen. Baue das immer wieder kurz im Alltag mit ein und belohne deinen Vierbeiner, wenn er dabei ruhig bleibt. Je ruhiger das Tier desto besser gelingt dir das Kallenschneiden beim Hund.

 

Das brauchst du – kleines und großes Krallenschneiden-Zubehör!

Im Grunde brauchst du zum Schneiden der Hundekrallen nur eine Krallenzange, Krallenschere oder einen Krallentrimmer. Das Werkzeug muss unbedingt scharf sein. So geht das Kürzen schnell und quetscht das Horn nicht zusammen, sondern trennt es sauber ab. Die Schnittkanten solltest du leicht schräg nach unten ansetzen (ca. 1mm vom Leben entfernt) und anschließend mit einer Krallenfeile von außen nach innen abrunden. Statt einer mechanischen Feile kannst du einen elektrischen Krallenschleifer nutzen. Sinnvoll ist zudem eine vorne abgerundete Fellschere, um die Haare rund um die Pfote und zwischen den Ballen gleich mit zu kürzen. Das brauchst du bei manchen drahthaarigen Hunden nicht zu tun, weil sich bei ihnen dieses Fell beim Laufen über harte Untergründe von selbst stutzt. Die Krallenzangen gibt es in verschiedenen Varianten – kleinere für die Minis und schwerere für die großen Vierbeiner. Ob Krallenzange, Kallenschere oder Krallentrimmer, wähle zum Krallenschneiden bei deinem Hund das Werkzeug, das dir gut in der Hand liegt.

Tipp: Stellst du beim Krallenschneiden fest, dass die Ballen deines Hundes rissig sind, verwende Pfotenpflegecremes oder -pflegestifte, die sie mit neuer Feuchtigkeit versorgen.


Hunde-Krallenzange
Hunde-Krallenzange

Hunde-Krallenfeile
Hunde-Krallenfeile

Lieber Profis überlassen? Kosten Krallenschneiden Hund bei Tierarzt oder Hundefrisör

Wird dein Hund schon beim Anblick von Bürste und Fellschere unruhig? Will er bei deinem Griff nach der Krallenzange nur noch flüchten? Dann ist fürs Hunde-Krallenscheiden kostengünstig die Hilfe von einem Profi sinnvoll. Selbstverständlich können auch Tierärzte und Hundefrisöre das Kürzen der Krallen übernehmen. Dann sparst du dir den Stress und große Kosten erzeugt Krallenschneiden meist auch nicht. Bei Tierärzten kostet das Krallenschneiden unter 20 Euro, bei Hundefrisören ist das ähnlich. Manchmal gehört es bei beiden auch zum Service für Stammkunden dazu. Frag einfach danach!

Tipp: Ist eine Kralle eingewachsen und die Pfote darum entzündet, ist der Gang zum Tierarzt unverzichtbar.

Das Schneiden der Krallen beim Hund gehört nicht nur zu den lästigen Pflichten. Lässt du die Krallenpflege mit einer ausführlichen Streicheleinheit oder Hundemassage beginnen oder enden, wird dein Liebling es von Mal zu Mal mehr genießen. Das vertrauensvolle Band zwischen euch wird dadurch noch stärker.