Wir holen unseren Welpen vom Züchter ab

Sobald der Tag näher rückt, an dem ein neues Familienmitglied in das Haus einzieht, wird die Aufregung größer und größer. Ein großes Maß an Unsicherheit ist trotzdem vorhanden, wenn die zukünftigen Hundehalter zum ersten Mal einen Hund bekommen. Bevor der Welpe beim Züchter abgeholt wird, sollten die neuen Hundeeltern einige Dinge beachten, damit sich der Kleine so schnell wie möglich an die neue Umgebung und die neuen Menschen gewöhnt.

 

Die Hundebox schön weich ausgepolstert, mit einem Napf und etwas Wasser geht es dann bestenfalls früh morgens los, um den Welpen vom Züchter abzuholen. Beim Züchter angekommen, sollte man sich einige Zeit nehmen. Der Züchter gibt den neuen Hundebesitzern viele Informationen mit auf den Weg und steht für Fragen gerne zur Verfügung.

 

Der Züchter ist an diesem Tag eine wichtige Person, die dem neuen Hundebesitzer vieles bezüglich Verhalten, Besonderheiten, Fütterung, Impfungen sowie die letzte Entwurmung mitteilt. Darüber hinaus gibt er das Futter für die ersten Tage mit, damit der Welpe sich nicht noch mit einer Fütterungsumstellung beschäftigen muss. Die neue Umgebung wird für ihn stressig genug. Auch den Impfpass wird durch den Züchter an den Hundebesitzer übergeben.

 

Die ersten Tage werden für den Welpen stressig. Erst die Trennung von der Mutter und den Geschwistern sowie der Abschied von den bislang gewohnten Menschen und der Umgebung. Für einen Welpen bedeutet dies einen Einschnitt in seinem noch so jungen Leben. Um es dem Kleinen während der Autofahrt etwas leichter zu machen, sind viele kleine Pausen hilfreich. Während der Pausen sorgen ein wenig Spiel, ein bisschen rumlaufen, schnüffeln und etwas frisches Wasser dafür, dass er abgelenkt ist.

 

Zuhause angekommen sollte dem Welpen Gelegenheit gegeben werden, das neue Heim in aller Ruhe zu erkunden. Der Hundebesitzer sollte sich dafür Zeit nehmen, etwa ein verlängertes Urlaub oder einige Tage Urlaub. Während des ersten Tages ist es ratsam, den Welpen auf eigene Faust die neue Umgebung entdecken zu lassen. So kann er sich selbst damit vertraut machen. Jedoch sollte die Hauptbezugsperson, also Frauchen oder Herrchen, in der Nähe bleiben.

 

Grundsätzlich sollte alles vermieden werden, was den Welpen misstrauisch oder ängstlich machen könnte. Dazu gehört auch in den ersten Tagen der Eingewöhnung, nicht täglich Freunde, Bekannte oder Verwandte einzuladen, um den neuen Familienzuwachs kennenzulernen. Dafür ist später immer noch Zeit genug.

 

Bevor der neue Familienzuwachs im neuen Heim einzieht, sind Frauchen oder Herrchen angehalten, einige Dinge als Erst-Ausstattung anzuschaffen. Dazu gehören Körbchen oder Hundedecke, Wassernapf, Futternapf, Bürsten für die Pflege des Fells, Leine, Halsband, Spielzeug. Darüber hinaus sollte die Wohnung welpensicher sein, bevor der Kleine in seinem neuen Heim eintrifft. Welpensicher bedeutet, dass alle Dinge, die dem Kleinen gefährlich werden können, beiseite geräumt werden.

 

Elektrische Kabel sollten gesichert sein und giftige Pflanzen weggestellt werden. Wie bei Kleinkindern auch, so sind kleine Gegenstände zu entfernen, die der Welpe verschlucken könnte. Schließlich ist er ein neugieriger Zeitgenosse und wird sogleich die neue Umgebung erkunden wollen. Socken und Schuhe können liegen bleiben, denn dauerhaft können sie vor dem Welpen nicht geschützt werden.

 

Die ersten Nächte in ungewohnter Umgebung

Immer wieder hört man von anderen Hundebesitzern, dass Welpen in den ersten Nächten viel weinen und wimmern. Das muss nicht sein. Der Welpe war es bislang gewohnt, sich an seine Geschwister zu kuscheln. Ganz plötzlich soll er nun alleine schlafen? Sicher, ein Hund soll lernen, zu bestimmten Zeiten allein zu sein. Der Hund baut mit der Zeit das Vertrauen dem Halter gegenüber auf, dass dieser auch immer wieder zurückkommt. Dennoch ist es für einen kleinen Hund am Anfang nicht leicht, plötzlich allein zu sein. Daher sind die ersten Nächte in der ungewohnten Umgebung denkbar ungeeignet, um das Alleinsein zu üben.

 

Er muss natürlich nicht im Bett schlafen. Aber wenn er auf seiner Decke, möglichst in der Transportbox einfach neben dem Bett schlafen kann, ist er schon ruhiger und gelassener. Er wird natürlich versuchen, stets ins Bett zu klettern. Das lässt sich einfach unterbinden, indem er immer wieder in seine Box zurückgeschoben wird. Nach einigen Tagen steht die Box dann einige Meter weiter weg vom Bett entfernt und schon bald hat sich der Kleine an seinen endgültigen Schlafplatz gewöhnt.

 

Die ersten Tage und Nächte und damit die Eingewöhnung des Welpen sollte in liebevoller Weise erfolgen. Intensiver Körper- und Handkontakt sind dazu wichtig. Dem Welpen fällt es auf diese Weise leichter, sich an die neuen Familienmitglieder zu gewöhnen. Außerdem hilft ihm die Abwechslung durch Schmuseeinheiten und viel Spiel über den Verlust seiner Geschwistergemeinschaft hinweg.

 

Bei der Fütterung zu beachten

Der Welpe wird am Ankunftstag zunächst damit beschäftigt sein, alles zu erschnüffeln. Erst wenn er sich überall umgesehen hat, darf er eine erste Mahlzeit erhalten. Dazu sollte unbedingt das vom Züchter erhaltene Futter verwendet werden. Ein Züchter kann meist auf viele Jahre Erfahrung mit Hunden und damit auf die Auswahl des Futters zurückgreifen. Auf diese Erfahrung sollten die neuen Welpeneltern vertrauen und wenn überhaupt, dann erst in einigen Wochen mit einer Futterumstellung beginnen. Auch für spätere Fragen rund um das Futter und die Futterumstellung steht der Züchter sicherlich gerne zur Verfügung.

 

Eine Futterumstellung darf niemals abrupt geschehen. Magen-Darm-Störungen sowie Durchfallerkrankungen sind häufig die Folge, wenn der Welpe von heute auf morgen ein anderes Futter bekommt. Der Welpe sollte mehrmals am Tag eine Portion Futter erhalten. Ein Wechsel des Futters sollte innerhalb von etwa 10 Tagen durchgeführt werden.

 

Dabei ist der Anteil des neuen Futters fortwährend zu erhöhen, während das alte Futter entsprechend reduziert wird. Ist der Welpe am Abend satt, wird er nach all den neuen Eindrücken sicherlich sehr müde sein. Nach einigen Schmuseeinheiten wird er bald einschlafen und die Nacht ohne Heulen oder Winseln verbringen.