Warum Hunde an der Leine ziehen?

Leine unter HochspannungDie Leine erfüllt zwei Aufgaben gleichzeitig: Sie gibt dem Menschen Kontrolle über den Bewegungsradius des Hundes und schützt den Hund davor, beispielsweise im Straßenverkehr in gefährliche Situationen zu geraten. Was man poetisch als „Band zwischen Zwei- und Vierbeiner“ verstehen kann, wird oft zum Zerrseil um Richtung und Tempo bei Spaziergängen.

 

Mancher Hund hängt vom ersten Schritt an „in der Leine“. Als Mensch wundert man sich, dass der Druck am Hals nicht so unangenehm ist, dass der Hund das Ziehen von sich aus einstellt. Was bringt es ihm schließlich? Es bringt ihm Erfolg.

 

Hunde lernen durch Ausprobieren. Hat ein Verhalten eine für sie positive Folge, dann wiederholen sie es. Das kennen wir alle von den bettelnden Hundenasen am Tisch. Fällt beim Essen etwas für den Hund ab, wird sein Betteln immer hartnäckiger.

 

Das heißt für den Spaziergang: Kommt der Hund durch sein Ziehen genau zu dem Punkt, zu dem er will, bleibt er dabei. Darum ist das einfachste Mittel gegen das stete Leine-Ziehen: der Misserfolg. Nur wenn der Mensch konsequent das Weitergehen verweigert, wird der Hund sein Verhalten ändern.

 

Also, wer verfolgt hartnäckiger sein Ziel? Meistens unsere Vierbeiner, oder?